Immer daran denken: „Happiness Is Homemade!“

Wenn ich meinen Blick aus dem Fenster schweifen lasse, sieht es so aus, als wenn es gleich schon wieder stockfinster ist – wobei der Blick auf die Uhr leider gandenloser und aufrichtiger ist. Es ist wirklich noch nicht Feierabend – es wird schlicht und einfach gar nicht mehr hell! 16 Stunden ist es im Moment dunkel – und davon hätten wir eigentlich grade die 8 Stunden, in denen es hell sein sollte. Eigentlich…. Es stürmt und schüttet und sieht eher nach Herbst, als nach Winter aus. Tja Kinder – ich hätte es mir auch lieber gewünscht, dass die Vorweihnachtszeit etwas winterlicher ausgefallen wäre, aber seien wir mal ehrlich: Das Wetter können wir nicht ändern, aber unsere Einstellung dazu schon! Das macht auch viel mehr Sinn, als es den ganzen Miesepetern gleich zu tun! Schlechte Laune? Nicht mit uns, und schon gar nicht wegen so einem lapidaren Grund, wie dem Wetter.

Ähm – und jetzt? Ok, wenn ich schon damit anfange, dann sollte ich Euch auch ein paar Alternativen anbieten um Euch zu überzeugen……. Einverstanden! Here we go:

Musik – ist immer eine Lösung! Einfach eine CD einwerfen, oder das Radio etwas lauter stellen. Je nachdem, wie belastbar die Kollegen sind, kann man auch mal mitsingen! Mein Lieblingsstück ist im Moment „I don´t want to change you“ von Damian Rice. Wem da nicht das Herz aufgeht, kann sein Glück ja mal mit meinem Lieblingskuschelboy Ed Sheeran und seinem „Thinking out loud“ versuchen. Beide Künstler haben übrigens ein wirklich tolles Album am Start – wer noch ein Weihnachtsgeschenk sucht, könnte das dabei mal im Hinterkopf behalten.

Es mag schon sein, dass dieses Wetter nicht wirklich Weihnachtsmarkt tauglich ist, allerdings müsst ihr das mal so sehen: Ein Becher Glühwein hat 250 Kalorien! Und bei diesem einen Becher bleibt es ja in den seltesten Fällen, nicht wahr?  Diese Kalorientierchen habt ihr dann einfach eingespart. Also macht es lieber gleich ganz falsch richtig: Kuschelt Euch auf die heimatliche Couch und macht Euch einen Becher heißen Kakao mit Amaretto und Zimtsahne! Herrje – immerhin ist es Adventszeit, da muss das hin und wieder einfach sein!

Und da wir jetzt schon gedanklich auf der Couch sitzen, lege ich Euch die Serie „True Detective“ wärmstens ans Herz. Entschuldigt, aber diese Serie hat ein „FUCKING AWESOME!“ verdient. Mit einer der besten Serien, die ich bisher gesehen habe. So düster und wortgewaltig! Ich kann es Euch auch an dieser Stelle verraten: Ich habe sie in 2 Tagen komplett gesehen, und bin gespannt auf die 2. Staffel, die ebenso brillant besetzt ist (Colin Farrell, Vince Vaughn), wie die erste Staffel (Matthew McConaughey, Woody Harrelson), die bereits auf DVD erschienen ist – und da das Wetter so schnell auch nicht besser werden soll, seid ihr damit bestens unterhalten!

10122014

Alles was kuschelig ist, macht gute Laune! Auf meinem Schreibtisch lagen heute morgen ein paar selbstgestrickter Socken. Ja – ich habe sehr nette Kollegen! Und wer anderen eine Freude macht, ist ebenfalls direkt gut gelaunt. Also, klebt dem Kollegen doch einfach mal morgen früh ein „Post it“ mit einer netten Botschaft an den Rechner, oder legt ihm oder ihr einen Schokoweihnachtsmann auf den Tisch, so ein kleines Stück Serotonin macht eben auch einfach glücklich!

Eintopf! Jawohl – ich bekomme gute Laune von einem heißen Eintopf bei diesem Wetter. Er wärmt die Seele und den Magen. Falls ihr da eine Anregung braucht? Bitte sehr: Eintöpfe & Suppen und selbstverständlich auch in der Low Carb Variante!

Plätzchen backen und anschließend bunt verzieren. Wenn die Küche erstmal mit Plätzchenduft erfüllt ist, bleibt gar kein Platz für schlechte Laune oder trübe Gedanken. Mittlerweile gibt es auch überall kleine Tüten aus Klarsichtfolie. Plätzchen rein, Schleife drum – und fertig ist eine kleine Freude zum Verschenken.

Vitamin C! Da im Moment wirklich jeder keucht, muss man damit erst gar nicht warten, bis es einen selbst erwischt. Einfach eine Zitrone auspressen, den Saft in einen Becher füllen mit kochendem Wasser auffüllen. Einen Löffel Honig dazugeben und fertig ist die *sauermachtlustig* Bombe.

Der Dezember ist der Monat, in dem sich die meisten Paare trennen. Wenn ihr nicht wollt, dass sich eure schlechte Laune auch noch negativ auf die Beziehung auswirkt, dann schenkt eurem Partner doch ganz bewußt mindestens einmal am Tag: Aufmerksamkeit, Zärtlichkeit, Achtsamkeit, Dankbarkeit, Gefügigkeit, Wachsamkeit, Gefühligkeit & Herzlichkeit. Die 8 Kostbarkeiten, die in jeder Beziehung Wunder wirken. Ihr habt keine Beziehung? Das funktioniert auch bei allen anderen Menschen. Klingt einfach? Isses auch!

Mach mal die Augen zu. Entspann Dich und denke ganz bewußt an etwas Schönes. Du merkst, dass es funktioniert, weil sich Deine Mundwinkel nach oben ziehen… Und manchmal braucht man einfach ein kleines Nickerchen, und die Welt sieht schon wieder ganz anders aus, wenn man einfach mal drüber geschlafen hat.

 

Sometimes things fall apart so that better things can fall together.

-Marilyn Monroe


 

Was nehmen wir heute mit? Nichts ist nur negativ, man muss manchmal einfach seine Sichtweise darauf verändern. Auch wenn mal etwas zerbricht – es muss ich ja nicht immer gleich das Herz sein, und wer weiß, wozu es gut war….

So – und während ich hier endlich dazu komme, meinen Beitrag zu posten, ist es mittlerweile auch schon fast Feierabend. Die Regenwolken haben sich verzogen und es wird schon fast wieder dunkel, ich trage es mit Fassung, denn auf mich warten ein kuscheliges Sofa [nicht zu vergessen, die selbstgestrickten Socken]– und das hebt meine Stimmung wirklich enorm!

Schönen Abend, meine Lieben!

Advertisements

Peppa´s Mousse au Chocolat-Oreo-Whiskey Muffins

20141025_163946

 

 

Ja – heute bekommt ihr von mir die doppelte Drönung. Jetzt mal etwas aus der Weihnachtsbäckerei, um das Thema Weihnachten wieder aufzunehmen. Ich gebe mir Mühe, dass in nächster Zeit mal etwas mehr zum Weihnachtsmotto kommt! Diese kleinen Kerlchen schmecken einfach wahnsinnig lecker, und sind dabei super saftig. Die Rosinen könnt ihr am besten 24 Stunden in  Whiskey einweichen – dann nehmen sie den Geschmack richtig schön auf. Wer keine Rosinen mag – lässt sie einfach weg, aber bitte nicht auf den Whiskey verzichten!

Ich backe ja eigentlich nicht so gerne – aber da die Zubereitung so simple & schnell ist, mache ich bei diesen süßen Verführern gerne eine Ausnahme.

Mit den folgenden Zutaten könnt ihr 10 kleine Muffins oder aber 6 große Muffins backen – je nach dem was ihr für Muffinförmchen habt:

 

Zutaten:

270g Mehl

2 EL Zimt

1 kleine handvoll Rosinen

1 Tüte Backpulver

1 Tüte Vanillezucker

1 Tüte Vanillepuddingpulver (der zum Kochen)

150g Butter

2 Eier

150ml Milch

1 Prise Salz

150 g Zucker

2 Röllchen Oreo Kekse

1 Tafel Zartbitterschokolade Mousse au Chocolat (die von Lidl ist köstlich)

Whiskey n.B.

 

In einer Schüssel Mehl, Zimt, Salz, Backpulver und Puddingpulver verrühren. Einen kleinen Topf auf den Herd stellen und darin die Butter schmelzen. Danach die Milch, 2 Eier, Vanillezucker, Zucker einrühren und mit dem Schneebesen vermengen. Die Milch-Ei-Mischung in die Schüssel mit dem Mehl geben und mit dem Mixer verrühren.

Die Schokolade klein hacken, die Oreo-Kekse mit der Hand zerkrümeln und zusammen mit den Rosinen unter den Teig rühren. Einen Schluck Whiskey dazugeben und nochmal rühren. Der Teig sollte richtig zähflüssig sein, dann werden die Muffins perfekt.

Die Förmchen mit Öl einpinsel und mit dem Teig befüllen.

Ich backe sie bei Umluft auf 180°C für 20 Minuten.

 

Zwischen Bratäpfeln, Schlümpfen & Last Christmas

Bevor ihr langsam denkt ich wäre in der Vorweihnachtszeit irgendwie unter den letzten Lebkuchen gekommen: Ich lebe noch – na ja…wieder könnte man sagen. Letzte Woche hatte ich eine eher unromantische Beziehung zu einer Grippe entwickelt, die mich die komplette Woche fest im Griff hatte. Und ob ihr es glaubt, oder nicht. Peppa, 35, Weihnachtsliebhaberin, hat es noch nicht mal geschafft auch nur einen Glühwein zu trinken. Nein – nicht weil ich meine hart erkämpfte 38 nicht in Gefahr bringen möchte, [das erledigen im Moment die allabendlichen Schokorosinen] ich habe schlicht und einfach keine Zeit. Diese besinnliche Vorweihnachtszeit tauscht bei mir jedes Jahr wieder mit dem chaotischen Jahresendspurt.

Auf unangefochtener Spitze steht noch immer die Hochzeit der Nachbarn. Heute abend wird der Kranz befestigt und am Freitag ist dann endlich die Hochzeit – somit habe ich den ersten Becher Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt für den Nikolaus-Samstag bereits fest eingeplant. Und dann habe ich mir vorgenommen aus dem Ende des Jahres mal das Tempo zu nehmen und die Weihnachtszeit zu genießen. In 2 Wochen ist mein Jahr immerhin arbeitstechnisch schon gelaufen, und dann? Möchte ich gerne etwas Weihnachtsmarkthopping betreiben. Ganz oben auf meiner Liste steht Aachen, und darauf freue ich mich wirklich schon sehr.

Trotzdem vermisse ich dieses Kind-sein von früher. Ich hatte so eine Schalplatte damals: Weihnachten mit den Schlümpfen, die lief zur Weihnachtszeit bei uns zu Hause rauf und runter. Und da unsere Anlage nicht nur Boxen im Wohnzimmer hatte, sondern auch Boxen im Bad und in der Küche, habe ich das ganze Haus damit gequält beschallt. Jeden Tag hat mir meine Mutter eine Geschichte aus „Schnüpperle-24 Geschichten zur Weihnachtszeit“ vorgelesen und ich habe sie jedes Jahr aufs Neue damit genervt, dass ich auch unbedingt einen Hund zu Weihnachten möchte, den ich natürlich nie bekommen habe. Ich erinnere mich an die Bauchschmerzen, weil ich mehr Plätzchenteig genascht, als auf dem Backblech verteilt habe und an die köstlichen mit Wallnüssen und Marzipan gefüllten Bratäpfel, die meine Mutter mit selbstgemachter Vanillesoße und Rosinen serviert hat.

Ich kann mich noch an die kalte, rote Nase erinnern, die ich bekommen habe, wenn mein Vater und ich stundenlang auf dem Schlitten beim Rodeln verbracht haben und wenn ich mich anstrenge, dann rieche ich sogar noch die Gans, die stundenlang im Backofen brutzelte und die, die knusprigste Haut hatte, die danach natürlich nie wieder jemand so toll zubereiten konnte, wie meine Ma damals.

Aber am schönsten war diese Weihnachststimmung. Dieses Gefühl. Könnt ihr Euch daran auch noch erinnern? Vorfreude, Gemütlichkeit, diese ganze Festlichkeit, die an Weihnachten in der Luft liegt. Ich könnte schwören, dass man dieses Gefühl mit Kinderaugen sogar sehen konnte. Dieses Strahlen und Leuchten, dass für Erwachsenenaugen immer weniger wird und bei einigen sogar komplett erlischt. Wunschzettelschreiben, der dann natürlich vom Christkind abgeholt wurde. Ich habe es zwar leider nie zu sehen bekommen, weil es meinen Wunschzettel immer ausgerechnet dann abgeholt hat, wenn ich grade nicht im Raum war, aber meine Mutter hat mir jedes Jahr glaubhaft versichert, dass sie die Glöckchen von ihm gehört hat, als es meinen Wunschzettel mitgenommen hat. [zwinka]

Die Zeit rast nur so dahin – und jetzt sind es nur noch 3 Wochen bis Weihnachten. Ich wünsche Euch Eure Zeit besinnlich. Genießt sie. Gönnt Euch Ruhe und habt eine schöne Zeit mit Euren Lieben, mit Eierpunsch, gebrannten Mandeln, Advenstkalendern & Kränzen, Nüssen, Lebkuchen und schöner Musik, es muss ja nicht unbedingt „Last Christmas“ sein, das ausser mir anscheinend niemand leiden kann, aber ich weiß schon jetzt, welches Lied ich hören werde, wenn ich mich dieses Jahr auf den Weg zur Familie mache: „Driving Home for Christmas“ wird mein Soundtrack in die Heimat sein!

Schnee würde ich mir auch wünschen, falls diesen Eintrag jemand liest, der darauf Einfluß hat:

BITTE VIEL SCHNEE!

Und auch, wenn mein erwachsenes Weihnachtsgefühl sich von meinem kindlichen Weihnachtsgefühl unterscheidet, habe ich mir vorgenommen die Adventszeit bewußt zu genießen, vielleicht entdecken meinen Augen den Weihnachtszauber vergangener Tage doch hier und da wieder…..

 

[Glöckchenklingen] Schöne Adventszeit, ihr Lieben!

 

 

 

 

 

Weihnachtspause & schlechte Filme

Heute morgen war ich tatsächlich der Meinung wieder fit zu sein. Den ersten Fehler, den ich begangen habe: alle Tabletten eingeworfen, und kein Frühstück gegessen zu haben. Die nette Damen im weißen Kittel aus der Apotheke hatte mich zwar davor gewarnt, aber was weiß die schon. Tja, hat aber wirklich nicht lange gedauert, bis ich das gemerkt habe, dass sie mehr weiß, als ich ihr zugetraut hatte… Und zwar nämlich direkt im Auto, auf dem halben Weg in die überfüllte City. Meiner besseren Hälfte habe ich vor dem erstbesten Bäcker nur noch ein heiseres Brööötcheeen zukrächzen können, aber er hat mich dann mit einer Zimtschnecke zunächst gerettet. Mein Held 🙂

Seit Beginn der Weihnachtsmarkt-Saison freue ich mich bereits auf diesen Lachs, der direkt über dem Feuer zubereitet wird – den sollte es heute nämlich endlich geben. Also 3 Mal von der lebensrettenden Zimtstange abgebissen, damit noch freier Platz vorhanden ist, und ab zu dem Stand mit dem leckeren Fisch. Was soll ich sagen? Er war noch geschlossen! Irgendwie klar… Ich hätte meinen Frust aber an unzähligen (bereits geöffneten) Glühweinbuden ersaufen können, konnte mich dann aber auf ein besseres besinnen und habe mich dann mit einem Backschinken-Brötchen zufrieden gegeben. Es ist mir neu, dass man Lachs in Deutschland nur nach 11 Uhr vormittags essen darf – aber wieder etwas dazugelernt.

Ich war also schon „etwas“ maulig (angepisst wäre aufrichtiger), wegen dem Lachs, da setzte dieser fiese Sprühregen ein. Geil – was kann einem besseres passieren?!? Weil bei mir WINTER ist, habe ich natürlich einen dicken Pullover, Boots, eine Jacke und einen überdemensional-großen Schal um, dieser Umstand war dem Wetter aber relativ egal, denn es waren frühlingshafte 10 Grad und in den Geschäften ist in dieser Verpackung bereits gefühlter Hochsommer. Mitten im Saturn Markt habe ich dann schmerzlich einsehen müssen, dass ich noch nicht so fit bin, wie ich mir vorher eingeredet hatte. Von dem ollen Brötchen war mir in der Zwischenzeit schlecht, ich hatte Hitzewallungen ohne Ende und entweder habe ich geschaukelt, oder alle anderen um mich waren total betrunken…

Mit letzer Kraft an der Kasse bezahlt und mich in ein Buchgeschäft geschleppt. Zum Glück bin ich da relativ schnell fündig geworden und konnte meine Weihnachtseinkäufe ENDLICH für beendet erklären! Ab zum Auto und nur noch nach Hause – ab auf die Coutch – in Sicherheit. Ich habe also in meiner ersten Urlaubszeit noch nicht wirklich viel hinbekommen, aber ich kann meine Liste mit den schlechtesten Filmen aller Zeiten um ein vielfaches ergänzen. Langsam aber sicher rutscht sogar Lynch´s Mulholland Drive auf die hinteren Ränge. Wenn ihr mir nicht glaubt, dann schaut euch Bad Ass an. (Machete hin oder her….)

Somit bin ich (wegen der Sicherheit) lieber noch einen Tag im Wohnzimmer gefangen, denn immerhin kann ich bis zum geht nicht mehr Jamie Oliver ansehen. Dank Maxdome. Randnotiz für mich: Unbedingt bei Maxdome wegen eines Promotion-Gehalts anfragen, so oft wie ich die lobend erwähne, sollte das langsam mal drin sitzen! Klappt das mit der NSA Beraterprämie kann ich nächstes Jahr vielleicht auf Teilzeit umsteigen….

Wenn ich am Samstag mein Date mit Mario Barth einhalten kann, ist es schon fast Weihnachten, und wer weiß, wenn es gut läuft komme ich sogar noch zu meinem Lachs!

Ich wünsche meinen Lesern ein super-schönes Weihnachtsfest. Gutes Essen, besinnliche Stunden und alles was ihr euch sonst noch wünscht. Einen guten Rutsch & Start in das Neue Jahr!

Wir lesen uns!

Peppa

 

Weihnachtsfeier und andere Katastrophen

Ich sitze hier – ehrlich gesagt- ziemlich lädiert auf dem Sofa und versuche die hämmernden Kopfschmerzen so gut wie es eben geht zu ignorieren. Was ich gemacht habe? Sagen wir es so: Peppa und 9 „Jungs“ haben eine sehr gelungene Abteilungsweihnachtsfeier zelebriert.

Den Anfang hat ein gutes Steakessen gemacht und danach folgte eine feuchtfröhliche Kneipentour. Während die Jungs bereits mit diversen Glühwein intus zum Essen erschienen sind, habe ich mich tapfer an 5 Alster in 3 Stunden geklammert, um irgendwann festzustellen: Ich bin noch zu seriös, ich brauche etwas Stärkeres – diese Entscheidung bereut man ja meistens erst am nächsten Morgen Mittag, zum gestrigen Zeitpunkt war dieser allerdings noch Epochen entfernt…

Unglaublich was sich für Leute in den Kneipen tummeln… mal ganz abgesehen davon, dass einige Frauen, so wie auch Männer zu Hause anscheinend keine Spiegel besitzen, stellte ich mir ironischer Weise zur gleichen Zeit die Frage, ob Tanz-Moves vor eben solchen einstudiert wurden, was die Sache im Ganzen aber keineswegs besser machte. Hinweis: Es ist keine gelungene Anmache, wenn Männer Frauen von hinten am Pullover zuppeln, weil sie das Tattoo lesen wollen! Aufgrund der Häufigkeit dieser „Anmachen“ wollte ich das hier nur kurz festhalten – ich habe immerhin ein paar männliche Leser, die ich vor dieser Peinlichkeit bewahren möchte!

Nach ein paar Vodka-Red-Bull amüsierte mich die Atmosphäre aber zusehends, die Bacardi Cola haben wahrscheinlich auch ihren Teil dazu beigetragen, und dank meinem persönlichen Tequila Supporters, wurde es irgendwann sogar richtig lustig 🙂 Was ein Tequila Supporter ist? Etwas über 20 Jahre jung, Football Spieler (richtig amerikanischer Football, nicht zu verwechseln mit diesem metrosexuellen Sport, bei dem 22 Spieler gut frisiert und mit gezupften Augenbrauen einem Ball hinterher hüpfen), der die angefeuchtete Stelle an der Hand mit Salz bestreut, einem das Shotglas reicht und anschließend die Zitrone vor den Mund hält. Nicht neidisch werden, aber so ein kleines Schnuckelchen gibt es doch in jeder Abteilung 🙂

Irgendwann habe ich mich aber doch fast an meinem Drink verschluckt, denn ich erblickte unseren Chef-Chef plötzlich vor mir. Ich war gerade dabei mir einzureden, dass es sich wahrscheinlich um eine Verwechslung handeln musste, als er mir schon freudestrahlend gegenüber stand. Zum Glück sind unsere OrgCharts so dynamisch wie die Börsenkurse, so dass er seit ein paar Wochen faktisch gesehen nur noch ein Ex-Chef-Chef ist, aber dennoch zu den Leuten gehört, denen man in seiner Freizeit (gerade beim Feiern oder in der Sauna) wirklich nicht über den Weg laufen möchte….

Immerhin muss ich zu meiner Ehrenrettung sagen – habe ich ihn direkt erkannt, was einigen anderen, meiner Kollegen schon nicht mehr auf Anhieb gelungen ist. Man soll ja bekanntlich aufhören, wenn es am schönsten ist, und so haben wir uns nach einem letzten Anstandsdrink mit dem Ex-Chef-Chef auf den Heimweg begeben.

Fazit: gefeiert, gelacht, getanzt und getrunken. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr mit den Jungs, weil es unter Garantie wieder so lustig wird, aber auf den Überraschungsgast am Ende, werde ich gut verzichten können, was ein weiterer Beweis dafür ist, dass die Gäste nicht immer schöner werden, je später der Abend wird!

Dieser Alligatoah lügt übrigens: Ich fühle mich zwar wie ein Wrack, aber es lässt sich partout kein Schatz finden…. ich werde jetzt noch ein bißchen weiter suchen und meine Wunden lecken… 😉

Kindheitserinnerungen

Heute bin ich irgendwie ein wenig sentimental. Der Grund ist ganz banal: Es wird keine weiße Weihnacht geben! Das Wetter spricht bei uns ja seit Wochen eine ziemlich deutliche Sprache, die Temperaturen dümpeln bei +8°C vor sich hin, und winterlicher soll es wohl auch nicht werden.

Mit 9 Jahren lernte ich das Skifahren. Wir waren jeden Winter in den Ferien 3 Wochen über Weihnachten im Winterurlaub. Meistens am Kronplatz in Südtirol, am Rande der Dolomiten. Ich habe es geliebt mich den ganzen Tag auf der Piste aufzuhalten, die Abfahrten zu genießen und immer mal wieder auf einer der kleinen, urgemütlichen Hütten mitten auf den Pisten Rast zu machen.Nachmittags sind wir die schwarze Piste zurück ins Tal gefahren, und ich war jedes mal stolz, wenn ich es schneller geschafft habe, als mein Erzeuger – die Talabfahrt wurde von einer Straße durchkreuzt, an der ich zumindestens immer vorher geprüft habe, ob von links oder rechts ein Auto kommt. Mein Erzeuger hat an dieser Stelle immer russisch Roulette gespielt und ist einfach so drüber gebrettert – das spricht Bände für seinen Charakter, aber ich schweife ab…. Aber eines werde ich wohl nie vergessen, dass ist dieser Geruch, wenn man abends aus dem vom Ofen kuschelig beheizten Haus in die Nacht geht. Die Luft ist eisig, der Schnee knirscht unter den Füßen und die Luft ist erfüllt vom Kaminrauch der Häuser….

Zurück in der Realität: Kein Schnee, keine weiße Weihnacht. Ein schwacher Trost ist es dennoch, dass manchmal, wenn ich hier abends vor die Tür trete, es doch ein klein wenig so riecht, wie damals im Skiurlaub, wenn auch ohne den knirschenden Schnee unter den Füßen.

Dem ausbleibenden Schnee zu Ehren – heute eine Geschichte, die bereits einen extrem langen Bart hat, mich aber dennoch immer wieder zum schmunzeln bringt:

Ich mag Schnee (Weihnachtstagebuch eines Westfalen, der nach Bayern zog)

8. Dezember, 18:00 Uhr

Es hat angefangen zu schneien. Der erste Schnee in diesem Jahr. Meine Frau und ich haben unsere Cocktails genommen und stundenlang am Fenster gesessen und zugesehen, wie riesige, weiße Flocken vom Himmel herunter schwebten. Es sah aus wie im Märchen. So romantisch – wir fühlten uns wie frisch verheiratet. Ich liebe Schnee.

 

9. Dezember

Als wir wach wurden, hatte eine riesige, wunderschöne Decke aus weißem Schnee jeden Zentimeter der Landschaft zugedeckt. Was für ein phantastischer Anblick! Kann es einen schöneren Platz auf der Welt geben? Hierher zu ziehen war die beste Idee, die ich je in meinem Leben hatte. Habe zum ersten Mal seit Jahren wieder Schnee geschaufelt und fühlte mich wieder wie ein kleiner Junge. Habe die Einfahrt und den Bürgersteig freigeschaufelt. Heute Nachmittag kam der Schneepflug vorbei und hat den Bürgersteig und die Einfahrt wieder zugeschoben, also holte ich die Schaufel wieder raus. Was für ein tolles Leben!

 

12. Dezember

Die Sonne hat unseren ganzen schönen Schnee geschmolzen. Was für eine Enttäuschung. Mein Nachbar sagt, dass ich mir keine Sorgen machen soll, wir werden definitiv eine weiße Weihnacht haben. Kein Schnee zu Weihnachten wäre schrecklich! Sepp sagt, dass wir bis zum Jahresende so viel Schnee haben werden, dass ich nie wieder Schnee sehen will. Ich glaube nicht, dass das möglich ist. Sepp ist sehr nett – ich bin froh, dass er unser Nachbar ist.

 

14. Dezember

Schnee, wundervoller Schnee! 30 cm letzte Nacht. Die Temperatur ist auf -20 Grad gesunken. Die Kälte läßt alles glitzern. Der Wind nahm mir den Atem, aber ich habe mich beim Schaufeln aufgewärmt. Das ist das Leben! Der Schneepflug kam heute Nachmittag zurück und hat wieder alles zugeschoben. Mir war nicht klar, dass ich soviel würde schaufeln müssen, aber so komme ich wieder in Form. Wünschte, ich würde nicht so pusten und schnaufen.

 

15. Dezember

60 cm Vorhersage. Habe meinen Kombi verscheuert und einen Jeep gekauft. Und Winterreifen für das Auto meiner Frau und zwei Extra-Schaufeln. Hab den Kühlschrank aufgefüllt. Meine Frau will einen Holzofen, falls der Strom ausfällt. Das ist lächerlich – schließlich sind wir nicht in Alaska.

 

16. Dezember

Eissturm heute morgen. Bin in der Einfahrt auf den Arsch gefallen, als ich Salz streuen wollte. Tut höllisch weh. Meine Frau hat eine Stunde gelacht. Das finde ich ziemlich grausam.

 

17. Dezember

Immer noch weit unter Null. Die Straßen sind zu vereist, um irgendwohin zu kommen. Der Strom war 5 Stunden weg. Mußte mich in Decken wickeln, um nicht zu erfrieren. Kein Fernseher. Nichts zu tun, als meine Frau anzustarren und zu versuchen, sie zu irritieren. Glaube wir hätten einen Holzofen kaufen sollen, würde das aber nie zugeben. Ich hasse es, wenn sie Recht hat! Ich hasse es, in meinem eigenen Wohnzimmer zu erfrieren.

 

20. Dezember

Der Strom ist wieder da, aber noch mal 40 cm von dem verdammten Zeug letzte Nacht! Noch mehr schaufeln. Hat den ganzen Tag gedauert. Der beschissene Schneepflug kam zweimal vorbei. Habe versucht, eines der Nachbarskinder zum Schaufeln zu überreden. Aber die sagten, sie hätten keine Zeit, weil sie Hockey spielen müssten. Ich glaube, dass sie lügen! Wollte eine Schneefräse im Baumarkt kaufen. Die hatten keine mehr. Kriegen erst im März wieder welche rein. Ich glaube, dass sie lügen! Sepp sagt, dass ich schaufeln muss oder die Stadt macht es und schickt mir die Rechnung. Ich glaube, dass der lügt!

 

22. Dezember

Sepp hatte Recht mit weißer Weihnacht, weil heute Nacht noch mal 30 cm von dem weißen Zeug gefallen ist, und es ist so kalt, dass es bis August nicht schmelzen wird. Es hat 45 Minuten gedauert, bis ich fertig angezogen war zum Schaufeln und dann musste ich pinkeln. Als ich mich schließlich ausgezogen, gepinkelt und wieder angezogen hatte, war ich zu müde zum Schaufeln. Habe versucht, für den Rest des Winters Sepp anzuheuern, der eine Schneefräse an seinem Lastwagen hat, aber er sagt, dass er viel zu tun hat. Ich glaube, dass der Arsch lügt!

 

23. Dezember

Nur 10 cm Schnee heute. Und es hat sich auf 0 Grad erwärmt. Meine Frau wollte, dass ich heute das Haus dekoriere. Ist die bekloppt? Ich habe keine Zeit – ich muss schaufeln! Warum hat sie es mir nicht schon vor einem Monat gesagt? Sie sagt, Sie hat, aber ich glaube, dass sie lügt!

 

24. Dezember

20 Zentimeter. Der Schnee ist vom Schneepflug so fest zusammengeschoben, dass ich die Schaufel abgebrochen habe. Dachte, ich kriege einen Herzanfall. Falls ich jemals den Arsch kriege, der diesen Schneepflug fährt…. Ich weiß genau, dass er sich hinter der Ecke versteckt und wartet, bis ich mit dem Schaufeln fertig bin. Und dann kommt er mit 150 km/h die Straße runtergerast und wirft tonnenweise Schnee auf die Stelle, wo ich gerade war. Heute Nacht wollte meine Frau mit mir Weihnachtslieder singen und Geschenke auspacken, aber ich hatte keine Zeit. Musste nach dem Schneepflug Ausschau halten.

 

25. Dezember

Frohe Weihnachten. 60 cm mehr von der weißen Scheiße. Eingeschneit. Der Gedanke an Schneeschaufeln läßt mein Blut kochen. Gott, ich hasse Schnee! Dann kam der Schneepflugfahrer vorbei und hat nach einer Spende gefragt. Ich hab ihm meine Schaufel über den Kopf gezogen. Meine Frau sagt, dass ich schlechte Manieren habe. Ich glaube, dass sie eine Idiotin ist!

 

26. Dezember

Immer noch eingeschneit. Warum um alles in der Welt sind wir hierher gezogen? Es war alles IHRE Idee. Sie geht mir echt auf die Nerven.

 

27. Dezember

Die Temperatur ist auf -30 Grad gefallen und die Wasserrohre sind eingefroren.

 

28. Dezember

Es hat sich auf -5 Grad erwärmt. Immer noch eingeschneit. Und die Alte macht mich verrückt!

 

29. Dezember

Noch mal 30 Zentimeter. Sepp sagt, dass ich das Dach freischaufeln muß, oder es wird einstürzen. Das ist das Dämlichste, was ich je gehört habe. Für wie blöd hält der mich eigentlich?

 

30. Dezember

Das Dach ist eingestürzt. Der Schneepflugfahrer verklagt mich auf 50.000 € Schmerzensgeld. Meine Frau ist zu ihrer Mutter gefahren. 25 Zentimeter Schnee vorhergesagt.

 

31. Dezember

Habe den Rest vom Haus angesteckt. Endlich warm. Nie mehr schaufeln.

 

1. Januar

Mir geht es gut. Ich mag die kleinen weißen Pillen, die sie mir dauernd geben. Warum bin ich ans Bett gefesselt…?!

Peppa´s Rouladen mit selbstgemachten Rotkohl

 

Peppa´s Rouladen

Peppa´s Rouladen

 

Kleine Wünsche gehen schnell, Wunder dauern etwas länger 🙂 Durch Lara´s Wunsch inspiriert, schrieb ich dem Fleischer meines Vertrauens am Freitag abend noch eine Mail, und bestellte Rouladen und Mettendchen. Hier also das Rezept, das ein super Weihnachtsessen abgibt und hervorragend einen Tag früher zubereitet werden kann, um Stress am Weihnachtsabend zu vermeiden:

Zutaten Rotkohl:

1 kleiner Rotkohl

1 Päckchen Fleischbrühe (ich nehme diese geleeartige von Maggi)

2 Äpfel

200 – 300 ml Rotwein (trocken)

3 Lorbeerblätter

5 Pimentkörner

Salz & Pfeffer

2 EL Schmalz

2 EL Zucker

1 Zwiebel

3 EL Rotwein oder Balsamicoessig

2 – 3 EL Mehl

 

Peppa´s Rotkohl

Peppa´s Rotkohl

Den Rotkohl in der Küchenmaschine in feine Streifen hacken. Schmalz in einem großen Topf schmelzen und Zucker einrühren. Rotkohl zusammen mit dem Essig in den Topf geben und gut umrühren. Die Äpfel vom Kerngehäuse befreien und in Stücke schneiden, die Zwiebel schälen und in Streifen schneiden. Zusammen mit Lorbeerblättern und Piment zum Rotkohl geben und mit etwas Fleischbrühe ablöschen. Der Kohl sollte auf kleiner Flamme für 40 Minuten schmoren. Dabei hin und wieder umrühren.

 

Für die Rouladen:

4 Rouladen

1 Mettendchen

2 Zwiebel

4 eingelegte Gurke

Senf

Salz & Pfeffer

1 Packet Fleischbrühe (wie beim Rotkohl)

2 EL Pflaumenmuss

Rotwein

 

Rouladen vorbereiten

Rouladen vorbereiten

 

Die Rouladen mit Senf bestreichen, mit Salz & Pfeffer würzen und jeweils mit einer viertel Zwiebel, Wurst & Gurke belegen. Das Fleisch aufrollen und mit Küchengarn zusammenbinden.

 

Rouladen wickeln

Rouladen wickeln

 

Die Rouladen in Schmalz von allen Seiten anbraten, mit Rotwein und Brühe angießen. Die Zwiebel grob hacken und 3 Gurken kleinschneiden und mit in den Topf geben. Etwas Senf und Pflaumenmus, Salz und Pfeffer in den Topf geben und für 1.5 Stunden mit Deckel köcheln lassen. Danach die Rouladen aus der Soße nehmen, und die Soße aufkochen und etwas einreduzieren lassen. Eventuell noch etwas nachwürzen. Die Soße dann mit braunem Soßenbinder andicken und die Rouladen wieder in die Soße geben.

 

Braten & Soße ansetzen

Braten & Soße ansetzen

 

Den Kohl mit Salz & Pfeffer würzen und mit Mehl bestäuben. Kräftig umrühren und etwas Rotwein angießen und nochmal richtig aufkochen lassen, bis der Kohl ganz weich ist. Wer entsprechend Zeit hat, sollte den Kohl einen Tag früher oder zumindestens einige Stunden vor dem Essen vorbereiten, damit er nur noch aufgewärmt werden muss, denn dann schmeckt er – richtig durchgezogen – am besten.

 

Dazu schmecken Kroketten, Spätzle, Klöße oder Kartoffeln. Wer auf Alkohohl verzichten möchte, kann den Rotwein im Rotkohl auch gut durch Apfelsaft ersetzen. Bei den Rouladen dann entsprechend nur Fleischbrühe und etwas mehr Pflaumenmus verwenden!