About me & superfluous questions and answers

Ich habe gestern mal einen Blick in meine Blogstatistik geworfen und dabei festgestellt, dass  „About Peppa“ die meist besuchte Seite in meinem Blog ist. Soll ich euch mal was verraten? Da steht gar nichts über mich. Ja – natürlich. Was ich gerne lese und welche Serien ich gerne schaue natürlich schon, aber was sagt das über mich aus? Nicht wirklich viel, oder? Deswegen dachte ich mir heute mal….

 

Look at it this way:

 

Ich bin die, die ganz spontan einen Urlaub in der Türkei bucht, nur weil ich zufällig im Internet entdeckt habe, dass mein Lieblings DJ Tiesto in einem Szene Hotel an der türkischen Rivera auflegt. Ich sehe einmalige Chancen, und diese habe ich auch genutzt, quasi als persönliche Einladung verstanden. Der Strand, der DJ – ein Moment im Leben, der bleibt!

Ich bin die, die ständig singt. Für meine Kollegen inzwischen völlig normal. Ich kann auch vom Bürostuhl aufspringen, und meinem Kollegen mal kurz zeigen, wie Vin Diesel sich in seinem letzten getwitterten Video zum Affen gemacht hat, bis der vor Lachen auf dem Boden liegt. Wenn Kollegen ins Büro kommen, winken die mir freundlich zu, weil die längst wissen, dass ich nichts höre, weil ich mal wieder Stöpsel in den Ohren habe.

Ich bin die, die so gerne lacht. Ich lasse mich so gerne zum Lachen bringen und freue mich, wenn es mir bei anderen gelingt. Da sich in meinem beruflichen und privaten Umfeld mehr Männer als Frauen befinden, bin ich nicht sonderlich zimperlich, was derbe Sprüche angeht, aber trotzdem erstaunt, wenn ich völlig enstsetzt angesehen werde, weil ich mal wieder was gesagt habe, womit dann doch keiner gerechnet hat.

Ich bin die, die im Badezimmer eine Douglas Filiale hat. An dieser Stelle möchte ich mich auch noch mal in aller Öffentlichkeit bei dem Team von Dolce & Gabana bedanken, weil sie „The One“ für mich auf den Markt gebracht haben. In meinem Badezimmer bleiben keine Zweifel daran, ich bin eine Frau  durch und durch. Ich bin der typische Mario Barth Lacher, weil ich für jede Stimmung ein Duschgel im Regal habe und ich aus meinen Nagellacken spielend einen Regenbogen mit Schlechtwetterwolken basteln kann.

Ich bin die, die im Schlafzimmer mindestens 4 Kissen im Bett haben muss, und unter einer Decke schlafe, die 2,40m * 2,20m groß ist, weil ich im Schlafzimmer eine Prinzessin bin (nur was meine Schlafqualität angeht, ich kann euch denken hören). Meine Mädels wissen auch, dass ich völlig ungeniert meine rosa Bettwäsche zeige, weil ich das schön finde! Auch in rosa Bettwäsche kann man schmutzigen Sex haben. Belive me 😉

Ich bin die, die alle Outlets kennt, die innerhalb von 2 Stunden Fahrzeit zu erreichen sind. Guido Maria Kretschmer ist ein Gott, und ich habe die Esprit Kundenkarte in Platin.

Ich bin die, die eine natürliche Abwehrhaltung gegen dumme Puppen hat, obwohl ich gleichzeitig eine Tussi sein kann. Ich komme mit blöden Frauen einfach nicht klar und gebe mir auch keine Mühe das zu verstecken. Frauen die sich nur über ihr Aussehen definieren und nichts im Kopf haben, sind für mich ganz erbärmliche Geschöpfe. Da ich aber kein schlechter Mensch bin, freue ich mich auch für diese Mädels, die wissen zumindestens nicht, dass sie doof sind und können ihr Leben trotzdem genießen.

Ich bin die, die Dein Mann im Supermarkt oder in der Innenstadt verstohlen anschaut, weil ich diese Wirkung auf Männer schon immer hatte. Im betrunkenen Zustand sind es diese Männer, die mich dann versuchen anzubaggern, weil sie sich das nüchtern nie trauen würden.

Ich bin die, die im Sommer nur ein zu Hause hat: den Garten! Morgens, wenn die Sonne aufgeht bin ich draussen im Garten. Wenn der Garten in einem einigermaßen akzeptablen Zustand ist, liege ich auf der Liege und lese. Bücher muss ich mir im Sommer Kistenweise bestellen, was diesen Sommer anders aussieht, weil ich mich doch endlich dazudurch gerungen habe, und einen e-Book reader ins Haus gelassen habe. Wenn ich nicht nicht auf der Terasse liege oder sitze, hocke ich in irgedeinem Beet und mach einen auf Wühlmaus. Frau kann beim Unkraut zupfen, nämlich ihre innere Mitte finde – oder Allah – ist schon so lange her. Aber der nächste Sommer kommt bestimmt.

Ich bin die, die das Meer liebt! Deswegen fliege ich mindestens 2 mal im Jahr in die Sonne. Mein Job ist anstrengend – mein Blog ist meine Luxus-Pause. In der Kantine sieht man mich den ganzen Tag genau 1 Mal: Morgens, wenn ich mir eine Kanne Tee hole, weil der Kaffee in dieser Firma an Körperverletzung grenzt. Ansonsten verlasse ich meinen Schreibtisch nur für Meetings, und um mal eine rauchen zu gehen.

Ich bin die, die gerne sagt, was sie denkt. Wer damit ein Problem hat, kann sich nicht in meiner Umgebeung aufhalten, der Rest genießt meine Gesellschaft umso mehr. Wer mich allerdings verarschen will, hat ein großes Problem, denn ich kann zum Raubtier werden, wenn ich dahinter komme. Ansonsten gilt die Regel: bist Du lieb zu mir – bin ich lieb zu Dir. „Monkey see, Monkey do“ bringt mich zwar auf die Palme, aber ich habe gelernt diese Menschen einfach zu ignorieren. Wer keine eigenen Ideen hat, kann wohl doch besser mit meinen Leben…

Ich bin die, die von Fremden immer ein wenig schockiert angeguckt wird (jenachdem wieviel ich anhabe), weil mein Typ eigentlich so gar nicht zu den Tattos passt. So kann man mich eigentlich ganz gut zusammenfassend beschreiben:

Ich bin ein blonder Überraschungseffekt. Mal laut, mal leise – aber immer ich.

 

Summer Peppa

Summer Peppa

Der Online-Shopping-Riese

Ich kaufe fast alles online ein – angefangen bei Kleidung, Filmen, CD´s bis hin zu Gewürzen und Saucen, die auf dem Deutschen Markt nicht zu finden sind, und natürlich dürfen die Klassiker wie Büchern und Elektronik nicht fehlen.

So kann auch ich mich als Amazon-Stammkundin betiteln. Unter normalen Umständen erhalte ich meine Ware in tadellosem Zustand direkt in die Paketstation, wo ich sie mir nach Feierabend bequem abholen kann. Bisher hat mich Amazon nur ein mal im Stich gelassen – und das war im Winter vor 3 Jahren. Ich hatte auf den letzten Drücker noch ein paar Geschenke online bestellt, und dann… Dann kam der Schnee. Nichts geht mehr! Rien ne va plus! Da stand ich dann und hatte bis zur letzten Minute gehofft, dass meine Lieferung doch noch pünktlich VOR dem Fest bei mir eintrifft.

Im Laufe des Tages am 23.12 habe ich dann eingesehen: Das wird nichts mehr, und habe mich mit dem Auto auf den Weg in die überfüllte und verschneite Stadt gemacht. Sicher – ich habe auch dort einen Buchladen gefunden, und um die Klassiker unter den Geschenken schnell vollständig machen zu können, konnte ich auch problemlos in der Pafümerie vor Ort gehen. Trotzdem gibt es für mich nichts schlimmeres, als an den Tagen vor Weihnachten in die Stadt zu müssen. Alle Leute sind abgehetzt, drängeln, und wollen einfach nur schnell wieder nach Hause. Einzige Entschädigung ist es hier die Männern zu beobachten. Denn die haben meistens einen sehr klaren Nachteil uns Frauen gegenüber, sie rennen in die Stadt, weil sie Geschenke besorgen müssen – das natürlich immer auf den letzten Drücker – nur wissen sie gar nicht WAS sie eigentlich kaufen wollen. Diesen Anblick kann ich aber auch nur im Café sitzend genießen, wenn ich weiß, dass ich meine 7 Sachen alle beisammen habe.

Um dieser Situation so fern wie möglich bleiben zu können, fange ich seit diesem Vorfall, bereits sehr früh mit dem Weihnachtsshopping an. Aber für alle anderen soll dies ein gut gemeinte Warnung sein, denn wie ich heute morgen gelesen habe, bereiten sich die Amazon-Mitarbeiter auf Streiks im wichtigsten Geschäftsquartal des Jahres vor: die Weihnachtszeit. Verdi hat bereits Streiks beim größten Online-Händler der Welt angekündigt und will für die bundesweit rund 9000 Amazon-Beschäftigten in den neun deutschen Versandzentren einen Tarifvertrag auf dem Niveau des Versand- und Einzelhandels aushandeln. Angeblich gibt sich Amazon noch sehr gelassen, allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass diese Gelassenheit schnell ins Wanken gerät, wenn aus den den Logistikzentren Bad Hersfeld und Leipzig, keine Pakete mehr verschickt werden. Der Verdi-Vertreter, Heiner Reimann sagte in einem Interview mit dem Focus: „Ziel ist natürlich, dass Weihnachtspakete liegen bleiben“

Amazon orientiert sich bei den Verdiensten seiner Mitarbeitern am unteren Ende, der Konditionen, die in der Logistikbranche üblich sind. WENN die Mitarbeiter überhaupt direkt bei Amazon unter Vertrag stehen, denn jedes Jahr zur Hochsaison  wirbt Amazon Deutschland tausende Wanderarbeiter aus dem Ausland an. Die Arbeiter bekommen in ihrem Heimatland Verträge vorgelegt, die sie nach Deutschland locken, doch kaum hier angekommen, bekommen sie ihren Arbeitsvertrag nicht von Amazon, sondern von einer Leiharbeitsfirma, die viel schlechtern Lohn zahlt, als vorher versprochen wurde….

Dazu gab es bereits eine sehr interessante Dokumentation: „Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon“.

Wäre wirklich wünschenswert, wenn die Amazon-Mitarbeiter mit ihrem Streik nun endlich ein Eingeständnis von Amazon bekommen und künftig unter besseren Konditionen unsere Pakete packt!

Bestellt Eure Geschenke also rechtzeitig, ich bin schon mitten drin – und vielleicht gehe ich dieses Jahr doch nochmal in die Stadt – allerdings nur, um die gestressten Last-Minute-Einkäufern bei ihrer Hetzjagd zu beobachten, mit einem Becher heisser Schokolade vor mir!