Ich liebe es! Bist Du sicher?

Sobald man anfängt sich mit unserer Nahrung zu beschäftigen, vergeht einem der Appetit wirklich schlagartig. Wie ihr wisst koche ich leidenschaftlich gerne, aber ich spreche mich auch nicht davon frei mal zu einer Tüte zu greifen. Ja – eine Tüte Zwiebelsuppe mit Sahne mischen und über ein Hähnchenbrustfilet kippen, das hat nichts mit kochen zu tun, aber es schmeckt. Sahne? Hatte ich die letzten 8 Wochen zwar nicht mehr in der Hand, aber glaubt mir – ich weiß wirklich noch, dass das schmeckt. Für mich zur absoluten Seltenheit geworden, aber ich kann völlig verstehen, dass viele Menschen oft und gerne auf diese Fix-Produkte zurückgreifen: Es geht schnell, es ist einfach, es schmeckt!

Aber machen sich die Leute generell keine Gedanken mehr, was sie zu sich nehmen? Ich denke immer weniger, denn egal welche Lüge die Werbung uns auftischt, wir glauben einfach zu gerne. Ich könnte mich wirklich schlapp lachen, wenn ich diese Actimel Anhänger beobachte. Mal ehrlich? Ihr könnt doch auch die 6 Stücke Würfelzucker so lutschen und Euch einreden, dass das Eure Abwehrkräfte aktiviert, ohne dafür diese überteuerte Plörre zu kaufen – es kommt nämlich aufs selbe raus.

Eine der größten Zielgruppen auf dem Markt sind Kinder. Kennt ihr noch diese Sprüche: Fruchtzwerge, so wertvoll wie ein kleines Steak! Nimm 2 – die gesunde Art zu naschen? Völliger Bockmist – heutzutage auch längst nicht mehr zulässig, dennoch gibt es mehr als genug Mist, den Eltern kaufen, weil sie denken, sie würden ihren Kindern einen Gefallen oder gar etwas Gutes damit tun. So ist die Umsatzrendite der Lebensmittelhersteller bei Obst und Gemüse: 4,6 Prozent; Umsatzrendite bei Süßwaren, Softdrinks und Snacks: 15 bis 18 Prozent – die Gewinnmargen der Industrie liegen bei Junkfood also drei Mal so hoch wie bei Früchten. Verkehrte Welt! Es ist also rentabler, wenn ihr Euren Kindern eine Kinder (darf sich seit Jahren nicht mehr so nennen) Milchschnitte in die Hand drückt, anstatt einen Apfel.

Und wenn es zum ungesunden Essen noch ein wenig Spielezeug dazu gibt, ist die kleine Kinderwelt perfekt. Bevor ihr jetzt wieder alle schreit: Ja – ich war sowohl als Kind bei MC Donalds, als auch jetzt als Erwachsene, allerdings beschäftige ich mich trotzdem damit, was mir da vorgesetzt wird. Wenn es danach geht, dann darfst Du gar nichts mehr essen! Stimmt – leider. Auch wenn ihr Euch nur noch von Sojabratlingen ernährt, solltet ihr wissen, dass deswegen die Menschen in vielen Länder unter den Folgewirkungen (Krebs und angeboren Fehlbildungen) der eingesetzen Chemikalien leiden,  da Monsanto da weiß Gott nicht geizig mit umgeht. Ach ja: Gegenwärtig werden nur noch herbizidresistente Sojabohnen (Gensoja) angebaut, auch Mais, Weizen sowie Baumwolle sind in großem Umfang modifiziert – aber alles ist besser, als Fleisch zu essen, dann werden wenigstens keine Tiere gequält?! Genau!

Wer meinen Blog liest, und es noch immer nicht gemerkt hat: Ja – ich bin sarkastisch. Nur als kleiner Hinweis, für die Kommentare, die ich unbeantwortet in den Spam Ordner verschieben werde. Wo waren wir? Ach ja! Tierqälerei! Gucken wir noch mal auf eine unserer beliebsten Fast Food Ketten? Bei Burger King sieht das in etwa so aus:

 

 

 

Selbstverständlich könnt ihr alle essen, was ihr wollt – aber manchmal schadet es nicht, wenn man etwas genauer hinsieht. Ein Besuch mit den Kleinen bei Mc Donalds gehört zum Leben – das in einem Happy Meal mit Cola bereits 600 Kalorien stecken, kann man ja im Hinterkopf behalten, denn eine Bio Apfeltüte reisst das beim besten Wissen nicht wieder raus.

Die Lebensmittelindustrie macht es sich leicht mit uns, sie zielt auf unseren Urgeschmack ab: Zucker. Nahezu überall ist heutzutage Zucker enthalten, und zwar in rauhen Mengen. Wurst, Ketchup, Käse. Und wie schmeckt Zucker uns am besten? In Kombination mit Fett. Ach, Du kaufst nur fett-reduzierten Käse? Glückwunsch, dann ist umso mehr Zucker enthalten. Ihr seht – es ist gar nicht so einfach, denn diese Industrie möchte nur eins: unser Geld – dafür nimmt sie es in Kauf, dass wir uns alle immer ungesünder ernähren. Und diese Industrie ist schlau – da ihr weniger raucht, hat sich der weltgrößte Tabakkonzern „Philipp Morris“ jetzt auch direkt die größten Lebensmittelkonzerne „Kraft“ und „General Food“ unter den Nagel gerissen und setzt neben Nikotin und Tabak auch auf Fett, Zucker & Salz.

Ihr könnt essen was ihr wollt, vielleicht behaltet ihr aber auch im Hinerkopf, dass für unsere Hähnchenburger ein großer Teil des Regenwaldes in Brasilien abgeholzt wird. Er muss für illegal angelegte Sojafelder weichen, denn irgendwas müssen die Hühnchen ja schließlich essen, bevor sie zwischen den Burgerbrötchen landen…  Es wird nicht besser werden, denn auch MCD erlaubt seinen Lieferanten seit ein paar Montaen, den Einsatz von genetisch verändertem Futtermittel. Und ich schmunzel weiter in mich hinein, wenn Katjes verkündet veagne Yoghurt Gums zu produzieren, hört sich ja auch hip an – und Papier Verpackung ist geduldig!

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Du bist, was du ißt

 

Gestern habe ich eine Dokumentation von 2008 gesehen. Mal abgesehen vom Inhalt könnte man eigentlich direkt sagen – das Ding ist 5 Jahre alt und somit Schnee von gestern, aber weitgefehlt… Die Dokumentation hieß Food Inc. – Was essen wir wirklich. Mir war danach wirklich kotzübel. Klar hat man schon von vielen Schweinereien in der Lebensmittelindustrie gehört, das aber über 90 Minuten am Stück präsentiert zu bekommen hat mich sehr sprachlos zurückgelassen. Der Gedanke was in den letzten 5 Jahren an neuen Informationen hinzukommen müsste hat mir dann endgültig den Hunger auf das Abendessen „versaut“.

 

Das die Großkonzerne nichts unversucht lassen, um uns Verbraucher zu täuschen und zu manipulieren kann jeder erkennen, der in der Lage  zu lesen ist. Ohne Scheiss – ich kann bei Lidl gar keine Wurst mehr kaufen, weil auf mittlerweile jeder Verpackung der Zusatz „zerlegt & zusammengefügt“ steht. Kochschinken, Hähnchenbrustaufschnitt, Schweinbraten, Truthanwurst etc. Alleine die Vorstellung Klebefleisch zu essen finde ich total widerlich. Aber da hört es ja nicht auf, sondern da fängt das ganze Dilemma ja erst an.

 

Ich finde es viel erschreckender, was NICHT auf den Verpackungen steht. Da kann man echt eine Paranoia entwickeln, vor allem wenn man weiß, wie Firma wie Monsanto, Smithfield & Co. arbeiten. Abgesehen davon das diese Firmen ihre Mitarbeiter selbst wie Tiere behandeln, schrecken sie auch nicht vor Gewalt, Einschüchterung und Beschattung zurück. Und trotzdem ist es in einigen Staaten in Amerika verboten, sich öffentlich über Hackfleisch zu äußern, weil man sofort eine Klage der Fleischindustrie befürchten muss. Und die amerikanischen Politer sind sich einig darüber, dass genmanipulieres Fleisch nicht gesondert gekennzeichnet werden muss, weil der Amerikaner an sich damit überfordert wäre. Ist klar….

 

Mir will auch nicht in den Kopf, dass einer Firma die Rechte an einer Pflanze gehören kann. Wer läßt sowas zu < rethorische Frage < Monsato hat in den USA das Monopol auf gentechnisch veränderten Soja, Mais, Raps und Baumwolle. Als Landwirt in den USA gibt es keinen Weg an dieser Firma vorbei. GAR KEINEN. Wer sich mit Monsanto anlegt, weil er keine Monsantosaat verwenden will steht ruck zuck auf Monsanto´s schwarzer Liste – das bedeutet allerdings auch, dass diese Landwirte keine Produkte mehr von Monsanto bekommen – und auch von sonst niemanden, denn das ist schwer, wenn Monsanto das Monopol besitzt J So gehen Landwirte, die sich diesem perfiden Spiel nicht unterwerfen – PLEITE.

 

In Deutschland regen sich die Leute über Eckhart von Klaeden auf, der zum Jahresende seinen Posten an Merkel´s Seite als Staatsminister im Kanzleramt aufgibt und in Zukunft bei Daimler die Abteilung für Politik und Außenbeziehungen leiten wird. In den USA hingegen geht es vice versa. Da haben unzählige ehemalige Monsanto Manager hohe Position in der Politik, bei Gericht und bei der Lebensmittel bzw. Verbraucherkontrolle inne. Das ist echt ein Witz!

Was soll ich sagen – selbst in meiner heiß-geliebten Cola Light hat strenggenommen auch Monsanto die Finger in der Flasche – die haben nämlich das Patent auf den synthetische hergestellten Aspertam. Wie man es auch dreht und wendet – an diesen Konzernen kommt niemand vorbei.

 

Und Lebensmittelskandale stehen heute doch auch an der Tagesordnung. So wurde heute mal wieder ein Fall in Niedersachen öffentlich gemacht. Eine Wurstfabrik in Bad Bentheim steht unter Verdacht verdorbenes, schimmelndes Fleisch verwurstet zu haben.  Der Unternehmer hat verdorbenes Fleisch billig gekauft und dann mit frischen Fleisch zu Wurst verarbeitet. Yammie! Jede Woche soll diese Firma Zehntausende Kilo (!!) der verdorbene Ware geliefert bekommen haben.

 

Wenn mein Magen sich bis heute abend beruhigt hat, dann werde ich mir den Beitrag heute abend bei Plusminus im Ersten ansehen „Die Wahrheit über Fleisch“. Vielleicht sollte man schon froh und dankbar sein, dass unser Fleisch nicht in Chlor gebadet wird, um die Bakterienwerte zu senken – aber wer weiß das schon…