Error 404: Dieser Mensch ist in deinem Leben nicht mehr vorhanden

Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single auf Paarship. *gähn* Gibt es auch eine Angabe darüber, wie schnell sich die wieder entlieben? Natürlich nicht. Während wir uns vor ein paar Jahren noch darüber aufgeregt haben, dass Menschen eine Beziehung per SMS beenden, schreiben wir jetzt bereits What´s Apps, stalken kleine,  blaue Haken und habe eine Steigerung  für das Schluss machen gefunden: „Ghosting“

Noch nie gehört?  Aber villeicht schon erlebt, denn dieses Phänomen ist leider gar nicht so selten. Was steckt also dahinter? Ganz einfach: Du lernst jemanden kennen, denkst es läuft eigentlich ganz gut, und plötzlich meldet sich dieser Mensch nicht mehr. Von heute auf morgen, von jetzt auf gleich. Dismissen für Fortgeschrittene, und dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob man sich gedatet hat, oder sich über ein beliebiges Onlineportal ausgetauscht hat.

Was ist da los?  Wie geht das? Viel schlimmer noch: Warum ist so ein Verhalten heutzutage völlig normal?  Einfach nicht mehr melden? Wie feige ist das denn? Oder ist das gar nicht feige, sondern einfach nur bequem? Wenn ihr mich fragt ist es nur eins: Herzlos! Kennt ihr noch diese Spezies Mann, die Frauen den Hof gemacht haben? Herzen im Sturm eroberten – und last but not least: Türenaufhalten für eine Selbstverständlich gehalten haben? Was ist bloß aus uns geworden?  Bevor es wieder entsetze Aufschreie gibt – nein – „Ghosting“ können nicht nur Männer – das bringt das weibliche Geschlecht ebenso übers kalte Herz.

Was also machen, wenn du an einen Ghoster geraten bist? Gar nicht so schwer – egal wie ärgerlich die Zeit auch ist, die du mit ihm verschwendet hast – die gibt dir eh niemand wieder, und damit du nicht noch mehr Zeit verschwendest, bin ich heute mal dein Ghostbuster:

One last try

Ich bin eine Frau, daher bin ich Expertin darin paranoide Theorien zu erfinden, anhand derer sich ein Nichtmelden des Gegenübers erklären lässt. So unwahrscheinlich sind bemannte Weltraumfahrten ins All nun auch wieder nicht, und da oben gibt es eben kein Handyempfang……aber mal erhlich jetzt. Gib der Person einen letzten Versuch – wenn er / sie sich dann noch immer nicht meldet: Mach einen Haken dahinter.

Stop it

So hart es auch klingt. NICHTS mehr machen. GAR NICHTS. Alles was du jetzt noch unternimmst endet in irgendwelchen Peinlichkeiten, und am Ende streichelst du noch das Ego eines Menschen, der dich längst auf den Mond geschossen hat…und wir erinern uns: Im All gibt es eh keinen Handyempfang!

Get rid of it

So, liebes Ghostee – jetzt wirst du alle Spuren beseitigen, die zu dieser Person führen. Ganz getreu nach dem Motto: Far from eye far from heart. Nummer löschen, Nachrichten löschen, Fotos löschen, unfollow, unfriend, block und fertig. Alles was dich an diese Person erinnernt wird aus deinem Leben gelöscht. Wenn sich ein Mensch wie einen Geist verhält, dann behandelst du ihn auch so!

Cheer up

Willst du wirklich mit einem Menschen eine Beziehung führen, der unzuverlässig ist, mit dem du nicht über Probleme reden kannst, und der einfach den Schwanz einzieht und sich in Luft auflöst? Mit so einer Person würde ich nicht mal befreudet sein wollen. Also Kopf hoch und denk daran: Das Sicherste, was es über dieses Leben zu sagen gibt – es geht weiter! Und was noch viel wichtiger ist: Es ist nicht deine Schuld, wenn ein anderer Mensch seinen Charakter verloren, verlegt oder nie erhalten hat. Es macht keinen Sinn sich weiter damit fertig zu machen, oder deine kostbaren Gedanken weiterhin an diese Person zu verschwenden. Was wäre wenn, ist in diesem Fall keine Option.

The Ghost I´ve called

Stell dir vor – du hast es geschafft, alle oberen Punkte zu beherzigen, jetzt meldet sich dieser Geist nach Tagen, Wochen oder sogar Monaten aus dem Nichts wieder. Und nun? Einer Sache kannst du dir sicher sein, er wird früher oder später wieder verschwunden sein. Erspare dir den Katzenjammer ein zweites Mal und denk daran: What goes around, comes around! Alle Menschen, die in deinem Leben einen festen Platz gefunden haben, sollten Erinnerung genug daran sein, dass  du im Leben keinen Platz für Geister hast!

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Spätestens wenn das Wasser kalt wird, sollte man aufhören im Selbstmitleid zu baden!

Ich komme vielleicht immer rüber wie der „ewig gut gelaunte Sonnenschein von nebenan“, aber da muss ich euch enttäuschen! Ich kann auch anders sein – aber zum Glück habe ich sehr liebe Menschen, die mich immer wieder auf andere Gedanken bringen, oder die es schaffen, dass ich mich schlapp lache, wenn ich den Briefkasten öffne! Let´s turn back…back in time. Erinnert ihr euch noch an mein Neujahrsgrillen mit den Nachbarn und an das Gespräch mit meinem Lieblingsnachbarn? Die ganze Geschichte könnt ihr hier nochmal nachlesen, mir reicht aber für den Moment dieser Auszug:

……66 Jahre,  immer braungebrannt, Surfer, hat eine eigne Band, begeisterter Skifahrer und manchmal batteln wir uns darin, wer von uns die Musik lauter stellen kann. Ich habe letztens zu ihm gesagt, er hätte zu wenig Damenbesuch, ob er sich nicht ab und an einsam fühlen würde…….

Dieses Gespräch war danach aber noch nicht zu Ende, denn als wir uns so über Musik unterhielten, meinete er zu mir: „Die Menschen singen eh viel zu wenig! Singen ist gut für die Seele!“ „Ich singe nicht wenig – im Gegenteil – aber das ist kein Geschenk für meine Mitmenschen“, habe ich ihm geantwortet und dann zwischen dem 6. Sekt und 3. Bier hinzugefügt: „Vielleicht sollten wir uns alle am 14.02 zum Singen treffen – dann bist Du am Valtentinstag nicht ganz ohne Damenbesuch, und wir machen etwas sinnvolles an diesem Tag der Blumenhändler!“ [Ich fände es brutal traurig, wenn mir ein Mensch, der vorgibt mich zu lieben, mir das nur an einem Tag im Jahr zeigen würde.]

Tja – cause & effekt. Irgendwie hat es noch keiner geschafft, mir auszutreiben immer etwas „mehr“ zu wollen, es gut und schön, oder besonders werden zu lassen. Was aber in diesem Moment als wortwörtliche Schnapsidee begann, endete mit einem Lachflash am Briefkasten, denn ich fand letzte Woche den folgenden Brief:

Brief

 

ACH DU SCHEISSE! Ja – genau! Aus der Nummer wieder rauskommen? Unmöglich! Das habe ich mir selbst eingebrockt und jetzt muss ich auch dadurch. Ich habe mich zwar behaarlich geweigert, „Capri Fischer“ zu singen, aber es war am Ende das so ziemlich abgefahrenste, was ich jemals mit Nachbarn gemacht habe. Williams Christbirne trinkend, mit meinen bereits in die Jahre gekommenden Strassenbewohnern „Alles aus Liebe“ von den Toten Hosen zu singen war irgendwie herrlich schön schräg, und hat mir nur einmal mehr bewiesen, es kann gar nicht so verkehrt sein, sein Herz auf der Zunge zu tragen, oder einfach auch nicht immer so schrecklich gewöhnlich zu sein, wenn es am Ende dazu führt, dass man mit anderen Menschen eine schöne Zeit verbringen kann.

In diesem Sinne verabschiede ich mich bei euch. Es tut mir sehr leid, dass ich in letzter Zeit so wenig Zeit für euch, eure Blogs und auch für meinen eigenen Blog habe….. deswegen wollte ich es mir nicht nehmen lassen euch kurz zu winken, bis wir uns wieder lesen! Was ich jetzt mache? Ich verabschiede mich für 2 Wochen in die Sonne – Und ihr? Tragt die doch bitte immer schön in euren Herzen!

Eure Peppa!