Spätestens wenn das Wasser kalt wird, sollte man aufhören im Selbstmitleid zu baden!

Ich komme vielleicht immer rüber wie der „ewig gut gelaunte Sonnenschein von nebenan“, aber da muss ich euch enttäuschen! Ich kann auch anders sein – aber zum Glück habe ich sehr liebe Menschen, die mich immer wieder auf andere Gedanken bringen, oder die es schaffen, dass ich mich schlapp lache, wenn ich den Briefkasten öffne! Let´s turn back…back in time. Erinnert ihr euch noch an mein Neujahrsgrillen mit den Nachbarn und an das Gespräch mit meinem Lieblingsnachbarn? Die ganze Geschichte könnt ihr hier nochmal nachlesen, mir reicht aber für den Moment dieser Auszug:

……66 Jahre,  immer braungebrannt, Surfer, hat eine eigne Band, begeisterter Skifahrer und manchmal batteln wir uns darin, wer von uns die Musik lauter stellen kann. Ich habe letztens zu ihm gesagt, er hätte zu wenig Damenbesuch, ob er sich nicht ab und an einsam fühlen würde…….

Dieses Gespräch war danach aber noch nicht zu Ende, denn als wir uns so über Musik unterhielten, meinete er zu mir: „Die Menschen singen eh viel zu wenig! Singen ist gut für die Seele!“ „Ich singe nicht wenig – im Gegenteil – aber das ist kein Geschenk für meine Mitmenschen“, habe ich ihm geantwortet und dann zwischen dem 6. Sekt und 3. Bier hinzugefügt: „Vielleicht sollten wir uns alle am 14.02 zum Singen treffen – dann bist Du am Valtentinstag nicht ganz ohne Damenbesuch, und wir machen etwas sinnvolles an diesem Tag der Blumenhändler!“ [Ich fände es brutal traurig, wenn mir ein Mensch, der vorgibt mich zu lieben, mir das nur an einem Tag im Jahr zeigen würde.]

Tja – cause & effekt. Irgendwie hat es noch keiner geschafft, mir auszutreiben immer etwas „mehr“ zu wollen, es gut und schön, oder besonders werden zu lassen. Was aber in diesem Moment als wortwörtliche Schnapsidee begann, endete mit einem Lachflash am Briefkasten, denn ich fand letzte Woche den folgenden Brief:

Brief

 

ACH DU SCHEISSE! Ja – genau! Aus der Nummer wieder rauskommen? Unmöglich! Das habe ich mir selbst eingebrockt und jetzt muss ich auch dadurch. Ich habe mich zwar behaarlich geweigert, „Capri Fischer“ zu singen, aber es war am Ende das so ziemlich abgefahrenste, was ich jemals mit Nachbarn gemacht habe. Williams Christbirne trinkend, mit meinen bereits in die Jahre gekommenden Strassenbewohnern „Alles aus Liebe“ von den Toten Hosen zu singen war irgendwie herrlich schön schräg, und hat mir nur einmal mehr bewiesen, es kann gar nicht so verkehrt sein, sein Herz auf der Zunge zu tragen, oder einfach auch nicht immer so schrecklich gewöhnlich zu sein, wenn es am Ende dazu führt, dass man mit anderen Menschen eine schöne Zeit verbringen kann.

In diesem Sinne verabschiede ich mich bei euch. Es tut mir sehr leid, dass ich in letzter Zeit so wenig Zeit für euch, eure Blogs und auch für meinen eigenen Blog habe….. deswegen wollte ich es mir nicht nehmen lassen euch kurz zu winken, bis wir uns wieder lesen! Was ich jetzt mache? Ich verabschiede mich für 2 Wochen in die Sonne – Und ihr? Tragt die doch bitte immer schön in euren Herzen!

Eure Peppa!

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