Man hat nur dann ein Herz, wenn man es auch für andere hat!

Kennt ihr Mohammed Gulab? Der Mann hat einem Navy Seal (das sind diese männlichen Kampfmaschinen Elitekämpfer der US Kriegsmarine) 2005 das Leben gerettet. Was passiert war? Ganz einfach zusammengefasst: Amerikas größte Tragödie des Afghanistankrieges.

Am 28. Juni 2005 verlassen 4 Navy Seals ihre Basis in Kabul, um in der Nähe der pakistanischen Grenze einen hochranigen Taliban-Führer (Ahmad Shah) um die Ecke zu bringen.  Es kommt aber erstens anders und zweitens auch noch anders, als angedacht war, denn die Seals wurden von ein paar Hirten in ihrem Versteck entdeckt, und die meldeten ihre Sichtung natürlich gleich den eigentlich von ihnen unter Beobachtung stehenden Taliban… So schnell wird man vom Jäger zum Gejagten. Ein Seal nach dem anderen stirbt im Kugelfeuer, und auch ein angeforderter Rettungshuschrauber wird von den Taliban mit einer Panzerfaust vom Himmel geholt. Insgesamt 19 Seals fanden an diesem Tag den Tod und damit ging die „Operation Red Wings“ als größte Katastrophe in die Geschichte der US Special Forces seit dem 2. Weltkrieg ein.

Von Kugeln durchsiebt mit gebrochenem Knöchel, zerqutschter Nase und Platzwunden am ganzen Körper wäre Marcus Luttrell dort verblutet, aber Mohammed Gulab, 31, Bergbauer aus Sabray fand ihn und schleppte ihn mit in sein Dorf und versorgte den Navy Seal in seinem Haus. Das ganze Dorf war außer sich, und sie forderten ihn auf den Mann auf der Stelle rauszuwerfen und den Taliban zu übergeben! Die ließen natürlich auch nicht lange auf sich warten und forderten den Tod des Amerikaners, doch Gulab blieb eisern und erklärten den Taliban: Er ist mein Gast, wenn ihr ihn wollt, müsst ihr das ganze Dorf töten!

Was bringt diesen Bergbauern dazu einem völlig Fremden, Ausländer und noch dazu Mitglied einer Invasionsarmee das Leben zu retten? Darüberhinaus noch sein eigenenes Leben und das seines ganzen Dorfes auf´s Spiel zu setzen?  Die Antwort lautet „Paschtunwali“ – der Ehrenkodex des uralten afghanischen Volkes, der Paschtunen. Paschtunwali bedeutet Respekt, und dieser Kodex besagt, dass einem Menschen in Not geholfen werden muss! Was Paschtunen sind? – Muslime! Oh!

Der Seal wurde 4 Tage später von einem US-Rettungsteam gefunden und in Sicherheit gebracht.

Und Moahmmed Gulab lebt seit jeher in Angst und Schrecken, um sein Leben und das Leben seiner Familie. Er ist eine Zielscheibe für die Taliban. NICHT jeder Muslim ist ein Terrorist! Sie leiden ebenfalls unter dem Terror, der auch in ihrer Heimat betrieben wird. Das scheint irgendwie nicht ganz klar zu sein, denn was machen die PEGIDA Jünger auch heute wieder? Genau – ihr sorgt dafür, dass die Terrororganisationen dieser Welt, sich ins Fäustchen lachen können, weil ihr genau deren Argumentation übernehmt!  Terroristen stehen so wenig alleine für den Islam, wie ihr fahnenschwenkenden Jammersachsen in Dresden für den neuentflammten Patriotismus, der es euch endlich wieder erlaubt, gegen Ausländer zu hetzen.

Es fällt mir schwer dabei objektiv und einigermaßen nett zu bleiben, noch weniger Lust habe ich über dieses Thema zu schreiben, aber feststeht: Wir haben alle eine Stimme, viel zu viele Menschen schweigen. Noch mehr Angst machen mir allerdings die Menschen, die sich nicht informieren und blind mitlaufen, und euch so noch mehr Anhänger verschaffen. Mein Beitrag heute steht unter dem Motto „Respekt“ – von daher sage ich es so respektvoll wie es mir euch gegenüber nur möglich ist: Ihr solltet euch schämen, aber ich zünde heute abend trotzdem mal eine Kerze für euch an, vielleicht geht dem ein oder anderen ja noch ein Licht auf.

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Ein Gedanke zu “Man hat nur dann ein Herz, wenn man es auch für andere hat!

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