Primark – meine Nahtoderfahrung am Wochenende!

Nahtoderfahrungen umfassen einen weiten Bereich individueller Erfahrungen mit überwiegend charakteristischen Erlebnismustern am Rande des Todes. _Wikipedia_

Aber von Vorne. Am Samstag war ich in Holland zum Shoppen. Ich weiß zwar nicht warum das so ist, aber in Sachen Mode haben die Holländer uns doch ein paar Nasenlängen voraus. Es gibt dort einfach ausgefallenere Label und die wesentlich größere Auswahl an Schuhen, alles schlagende Argumente, warum ich lieber in Holland auf Klamottenjagt gehe!

An diesem Samstag fielen mir schon nach kurzer Zeit die beachtliche Anzahl von Menschen auf, die mit einer Primark-Tüte durch die Gegend liefen. Ach komm, den Laden guckst Du Dir jetzt auch einfach mal an. Gesagt – getan…so verschwand ich schon kurze Zeit später in den Tiefen des Primarks, allerdings im Schneckentempo, weil ausser mir mindestens noch 3.000 Menschen exakt die gleiche Idee hatten, und so ließ ich ich mich leicht irritiert durch die Gänge schieben.

Dieser Laden ist kaum in Worte zu fassen, aber ich weiß nun endlich, wo die ganzen schlecht angezogenen Mitmenschen ihre Verfehlungen erstehen! Kinder – was hatten meine Augen Schmerzen in diesem Laden. Kennt ihr diese Ganzkörperanzüge, für Frauen? Der korrekte Ausdruck dafür lautet: Jumpsuit Overall. Die Dinger wurden höchstwahrscheinlich von einem Mann erfunden, der dabei leider ausser Acht gelassen hat, wie häufig wir Frauen zur Toilette rennen müssen. Würde ich abends, so ein Ding tragen, würde ich im Durschnitt wohl nur noch eine Stunde auf dem Sofa sitzen,  da ich die restlichen Stunden damit verbringen würde in diesen Anzug ein- und wieder auszusteigen. Mal abgesehen davon:  diese Anzügen gab es mit Kuhmuster inklusive Kapuze mit angenähnten Ohren!!! Meine Herren: würdet ihr uns Frauen echt noch ernst nehmen, wenn wir abends so neben Euch sitzen würden? Ganz ehrlich? Ich würde es nicht tun, wenn mir kalt ist, nehme ich mir lieber eine Decke – das sieht weit weniger lächerlich aus.

Und wusstet ihr das es Decken-Pullover gibt? Und zwar in den abscheulichsten Mustern und Farben. Wenn ihr Euch fragt, was ich mit Decken-Pullover meine: Die haben die Haptik von diesen Fleecedecken, die es bei den Discounter öfter mal gibt, und unter dem Synomym „Kuschel- oder Wohndecke“ verkauft werden. GRUSELIG. Da schüttelt es mich echt. Wie kann man sowas anziehen? Was da noch erschwerend hinzukommt: Du musst mit der ständigen Angst leben, dass Du sofort in Flammen aufgehst, wenn ein Raucher mit brennender Zigarette in 2 Metern Abstand an Dir vorbeiläuft!

Noch erschreckender als die modischen Entgleisungen, fand ich aber das Verhalten der Menschen. Da wird gedrängelt, geschubst und gewühlt, als wenn es kein Morgen mehr geben würde. Da flogen die Shirts aus den Regalen, und selbst auf dem Boden lag alles voll. Vermutlich liegt das an der Preisstrategie, dass bei manchen Menschen im Kopf da ein ganz komisches Spiel gestartet wird. Als Einkaufstasche, bekommt man am Eingang auch direkt einen Trolley, der locker reichen würde, um für eine 14 tägige Flugreise, seine Klamotten da drin zu verstauen…… Und anscheined MUSS der bis oben hin voll werden, bis man an der Kasse angekommen ist. Das wird auch kein teueres Vergnügen, denn die T-Shirts gibt es hier bereits für 3€! Ich verkneife mir jetzt mal jeglichen Kommentar zu der Qualität der Klamotten, allerdings möchte ich schon mal darauf hinweisen, dass  die Näherinnen in Bangladesch auch 7 Tage in der Woche für 12 Stunden arbeiten müssen, um ihre Familie zu ernähren. Ist das fair? Wohl kaum!

Als ich mir die Plastikausdünstungen in der Schuhabteilung fast einen anaphylaktischen Schock beschert haben, war ich froh, den Ausgang erblicken zu können!

Um mich von diesem Erlebnis zu erholen, bin ich dann schnurstracks zum America Today Store gelaufen, in dem ich am Eingang keine Trolley bekommen habe, dafür in den Genuß eines DJ´s gekommen bin, der dort live auflegte…und in dem Moment wusste ich: Primark? Danke – aber nein danke!

Einen schönen Start in Eure Woche!

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19 Gedanken zu “Primark – meine Nahtoderfahrung am Wochenende!

  1. Liebe Peppa,
    Für mich als Österreicherin war dieser Primark lange Zeit ein Mythos. Oft gehört von Leuten die Europa bereisten und so coole Teile bei Primark im Ausland erstanden hatten. Was das genau war und vor allem was das Prinzip dieser Kette war fand ich erst später heraus.
    Nämlich ein Jahr, nachdem der erste Store in Wien eröffnete – in einem neu gebautem Einkaufscenter am Rande von Wien. Ein eigener Bus-Dienst verbindet dieses Center mit einem Bahnhof. Na gut, ich hatte frei und startete die Spontanaktion: Shoppen! Als mich der Bus abholte bemerkte ich, dass alle, die ausstiegen Primark-Säcke trugen. Da war nix anderes dabei. NIX. Nagut, ist ja aus Papier, passt schon 😉 Und dann war ich im Center angekommen, das auffallen leer war, auch für unter der Woche… ich klapperte zuerst alle anderen Läden ab, bis ich an das andere Ende kam, wo Primark seine Residenz hatte. Beim Reingehen dachte ich mir nichts. Dachte, es wäre eventuell wie H&M, nur a bisschen billiger. Und dann überrollte mich eben dieses Feeling, das du beschreibst: tausende Leute, riesige Shopping-Säcke, schlechtes Benehmen und Kleidung am Boden. Und das Beste: genervte Mitarbeiterinnen. Die taten mir aber wirklich leid…. sind auch viele Idioten dort unterwegs.
    Ich hab schon einiges probiert und gekauft – war auch total mein Geschmack (mal abgesehen von deinen Kuscheldecken und Jumpsuits….). Beim Rausgehen fiel mir dann eines auf: das niegelnagelneue EInkaufscenter wurde scheinbar nur gebaut, um Primark Platz zu geben. Denn es war wie eine Geisterstadt – außer im Primark…
    Hm.
    Liebste Grüße,
    Deine Frau Schmitt

    • 6 Tage ist Dein Kommentar schon alt, mein liebstes Schmittchen. Ich komme im Moment zu NICHTS! 🙂 keine Ahnung was los ist – aber immerhin ist es kein negativer Stress. 😉
      Ich hoffe es ist bei Dir alles in Ordnung. Ich muss ganz dringend, ganz schnell und ganz doll bei Dir nachlesen!
      Bis dahin ganz liebe Grüße & Bussi
      Deine Frau Pfeffer

      • Um ehrlich zu sein ist mir das gar nicht so aufgefallen 😉 Bin nämlich selber grad irgendwo mit den Gedanken und schaffe es kaum in die Blog-Welt.
        Hab eine schöne Woche 🙂

  2. Ach Peppsi,.. 😀 so ist es jeden Tag im Primark! Und hier in Berlin gibt es sogar zwei davon! Die werden noch dazu von 80% von Mitbürgern mit Migrationshintergrund *hust* geflutet und der Rest sind Teenies mit oder ohne Mama 😀 einmal rein, nie wieder zurück!

    • 😀 Die Teenies habe ich auch beobachtet. Die bekommen mit 50€ Taschengeld einen ganzen Kleiderschrank voll! Na ja – es muss jeder selber wissen, was er trägt und kauft.
      Liebe Grüße an meinen Herzhai! :*

  3. oh und: ich habe Primark zuerst vor ein paar Jahren in Südirland erlebt! Also zumindest weiß ich das heute,nachdem ich mich an genau diese Ganzkörperpujamas erinnert habe,die ich damals für einen Ausverkauf aus dem Faschings-Sale eines 2nd Hand Kaufhauses gehalten habe xD war allerdings Primark,haha ;D

  4. Ich liebe Jumpsuits 🙂
    Aber am Wochenende Primark würde ich mir niemals antun. Ich war einmal unter der Woche in Frankfurt und das war schon grenzwertig. Aber so toll fand ich den Laden auch nicht, so wie meine Freunde ihn immer in den Himmel loben. Kann ich nicht nachvollziehen. Und Kinderarbeit ist nicht sexy. Außerdem lässt die Quali auch zu wünschen übrig, aber was soll man für 3€ erwarten!

    • Warum wunder mich das jetzt nicht, liebe Sunny? 😉 Du darfst die auch herzlich gerne anziehen – mich bekommt da in diesem Leben niemand rein!
      Du sagst es. Für 3€ kann man nicht viel erwarten, ausser das etwas nicht stimmt…und das sind neben unmenschlichen Arbeitsumständen auch die Qualität…..
      Ganz liebe Grüße Peppa

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