Wie wäre es mit Urlaub auf den Plastic Islands?

Woran denkt ihr, wenn ihr Plastik hört? Ich muss dann sofort an Verpackungen denken – und natürlich an die PET Flaschen. Wusstet ihr, wie schädlich das für die Umwelt ist? Sicher wusstet ihr das – allerdings wissen die meisten nicht, wie schlimm es wirklich schon gekommen ist. Es wird auch nicht besser, denn die Politik fühlt sich von diesem Thema wenig angesprochen…. Und die Lebensmittelindustrie? Die interessiert sich weder für unsere Gesundheit, noch für den Tierschutz und als letztes für unsere Umwelt.

Heutzutage muss ja wirklich ALLES mehrfach in Plastik gewickelt werden – umweltfreundliche Verpackungen? Fehlanzeige! Das absurdeste Beispiel für mich bleibt aber die in Plastik eingeschweißte Salatgurke, das ist an Schwachsinn kaum noch zu toppen. Mich würde es auch interessieren, warum die Herstellung von Plastiktüten nicht schon längst verboten wurden. Wenigstens davon würde ich mich gerne freisprechen, aber nicht mal das kann ich! Ich benutze keine Plastiktüten, wenn ich im Supermarkt meine Lebensmittel einkaufe, aber was ist beim Shoppen? Eben.

Wisst ihr wie lange es dauert, bis eine Plastiktüte verrottet ist? 500 Jahre! Weltweit werden jährlich 600 Milliarden Plastiktüten verbraucht, davon alleine in Deutschland knapp 6 Milliarden. Irgendwo müssen diese Massen an Plastik ja bleiben, wenn der neue Pulli im Schrank verstaut ist. Und wenn man sich dann auch noch überlegt, wieviele Plastikflaschen dazu kommen, ist es wirklich erschreckend. Aber Tüten und Flaschen sind längst nicht alles. Guckt mal auf Euren Schreibtisch: Smartphonehülle, Stifte, Schreibtischunterlagen, Telefon, Tatstatur, Ablageboxen. Plastik ist überall. Und wo landen diese Unmengen von Plastik früher oder später?

Im Meer!

Weltweit werden 675 Tonnen Müll ins Meer gekippkt. Stündlich! In unseren Meeren schwimmt heute 6x mehr Plastik, als Plankton. Durch die Meeresströmungen bilden sich aus diesem Plastikmüll Inseln. Man geht davon aus, dass es weltweit 5 riesige Plastikinseln geformt haben, deren Größe wirklich erschreckend ist. Die bisher am besten erforschte Plastikinsel ist die Insel im Nordpazifik. Ein paar erschreckende Zahlen?

Wissenschaflter haben herausgefunden, dass diese Insel in etwa eine Größe zwischen 700.000 bis mehr als 15.000.000 km² angenommen hat. Europa ist im Vergleich 10.180.000 km² groß! Und wir reden hier nur von einer Insel – und wir haben auch noch nicht unter Wasser gesehen und über den Plastikmüll gesprochen, der auf dem Meeresboden liegt!

Dieser Plastikmüll bedroht alle Meeresbewohner massiv, denn eine häufige Todesursache stellen die Plastikseile- und Bänder, Netze etc. dar, in denen sich die Tiere veheddern und qualvoll verenden. Aber der Plastikmüll  tötet so nicht nur Vögel, Robben, Seelöwen, Meeresschildkröten und Delfine, denn die Zusatzstoffe, die sich mit der Zeit aus dem Plastik lösen wirken wie pures Gift für die Flora & Fauna der Meere. Die Tiere werden krank und unfruchtbar.

In unseren Meeren lassen sich überall Plastikpartikel finden, die logischerweise auch von den Fischen aufgenommen werden, die hinterher auf unseren Tellern landen. Yammie! Kinderspielzeug darf keine Weichmacher enthalten, aber unsere Lebenmittel sind ja schon voll davon, und daran tragen wir alle Schuld. Hier und da kann man zumindestens darauf achten, denn dank unserer Wegwerfkultur sind wir es, die unser Ökosystem zerstören – jeden Tag ein weniger mehr.

Eine Schande, wie wir mit unserem Planeten umgehen…

 

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Ein Gedanke zu “Wie wäre es mit Urlaub auf den Plastic Islands?

  1. Ich hab kürzlich eine im TV eine Reportage über dieses Thema gesehen. Es ist wirklich erschreckend, wie wenig verantwortungsbewusst wir Menschen mit unserem Planeten umgehen. Das lässt sich aber leider endlos fortsetzen: Atommüll, Tierquälerei, Steuerfreiheit für Großkonzerne, Ausbeutung von Billiglohnarbeitern, Vergiftung von Arbeitern in der dritten Welt durch Insektenvernichtungsmittel in Plantagen, Folter, Krieg und Korruption…Ich bin ein Mensch, der sehr stark Mitleid empfindet und, wenn ich an all das denke, werde ich depressiv. Das heißt nicht, dass ich alles verdränge, aber manchmal blende ich bewusst Dinge aus, um mich selbst zu schützen. Vor allem, wenn ich das Gefühl habe, nichts gegen all das tun zu können. Gegen zu viel Plastikverpackungen kann man allerdings selbst etwas tun: Sie meiden. Bei mir gibt es auch keine T…..perware. Ich bewahre meine Speisereste in Porzellanschüsseln auf. LG Picco

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