Warum alle Menschen lügen und Gedanken manchmal 3 Monate reifen müssen…

Ja – ich war eine Woche an das Sofa gefesselt und ich musste mir eine Alternative zum TV Programm suchen! Habt ihr mal morgens bzw. nachmittags den Fernseher eingeschaltet? Was ist da los? Wo kommen diese Formate her – und WER guckt sich das an, ohne nach spätenstens 10 Minuten nervöse Zuckungen zu bekommen? Das Programm lässt sich ganz schnell zusammenfassen: Hartz4 Familien, die sich in vulgärer Sprache anbrüllen und notgeile Teens, die möglichst an jeder Körperstelle Metall oder Tatoos haben. Wann ist das passiert? Spiegelt das wirklich unsere Gesellschaft wieder? Gibt es diese Sendungen auch in anderen Ländern? Ich meine das übrigens ernst – und finde das nicht mal im Ansatz witzig, sondern einfach nur traurig. Ich würde mich weder für Geld, noch gute Worte vor die Kamera stellen, um in so einem Format mitzuwirken und ich will auch gar nicht wissen, unter welchen Steinen, die ihre Darsteller hervorziehen.

Ich brauche wohl nicht noch genauer ins Detail gehen, um zu verdeutlichen, dass ich mir schleunigst ein Alternative zu dem bestehenden Elend suchen musste? Als bekennender Serienjunkie fiel meine Wahl auf: Doctor House. Genialer Typ. Ich liebe diesen trockenen Humor und seine unverschämte Art, und auf gewisse Art und Weise finde ich den Mann verdammt sexy. Einer seiner Leitsprüche auf der Suche nach einer Diagnose ist „Alle Menschen lügen“ und an dem Satz ist mehr dran, als das offensichtliche Lügner-Paradox, und irgendwie ist dieser Satz bei mir ganz besonders hängen geblieben.

Ich lüg jeden Tag. Die empörten Blicke könnt ihr Euch sparen, denn auch ihr lügt jeden Tag. Das sind in 9 von 10 Fällen sogenannte Notlügen, denn seien wir mal ehrlich: Wenn ein Kollege mich fragt, wie es mir geht, dann ist das eine. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es den Kollegen interessiert, ob ich heute nacht schlecht geschlafen habe, mein Kopf brummt und ich abslout keinen Bock auf eine Unterhaltung mit ihm habe. (The exception proves the rule!) Was sage ich dann: Danke! Mir geht’s gut! Das tut niemanden weh, und ich finde es auch überhaupt nicht schlimm, denn es macht einen GROSSEN Unterschied für mich, ob ich einem Menschen mit einer Lüge schütze, oder ob ich einen Menschen mit einer Lüge bewusst verletzen will, ihm einen Nachteil verschaffe oder ihm die Lüge nur auftische, damit es mir besser geht.

Lange habe ich darüber nachgedacht, ob ich überhaupt über diese Person in meinem Blog schreiben soll, aber ich bin zum Entschluss gekommen, dass ich es machen sollte, damit ich es nicht mehr mit mir rumtragen muss. Ich lasse es hier und nehme es auch nicht wieder mit. Diese Person wird zu Blogmüll, und den Part mit dem Müll finde ich an dieser Idee noch am besten 😉

Ich wurde auch schon mal von einem Menschen bewusst und mehrfach angelogen, der dazu auch noch oberflächig bis zum geht nicht mehr ist. Ich schreibe bewusst „ist“ und nicht „war“, denn aus Erfahrung ändern sich Menschen nicht von Grund auf. Was mich nach anfänglichem Schmerz irgendwann zu dem Entschluss kommen ließ: Diese Person ist ein ganz armseliges Würstchen, denn in dieser Geschichte hat er nicht nur mich angelogen – auch wenn ich die einzige Person gewesen bin, die darunter sehr gelitten hat. Je länger ich darüber nachgedacht habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass diese Person nicht nur schlecht ist, sondern sich auch verdammt feige verhalten hat. Danach ging es mir irgendwie besser, denn mein Schmerz ist längst verraucht und Rachegedanken hege ich nicht, da mir das Schicksal einen neuen Weg aufgezeigt habe, in den ich meine Energie gesteckt habe. Ironischer Weise hat diese Person Veränderung selbst immer sehr hoch gepriesen, allerdings bezog sich das wohl eher auf das Umbennen seines Twitteraccounts, als auf wirklich wichtigen Dingen im Leben. So sitzt dieser Mensch noch immer in seiner kleinen Blase und redet sich ein, dass er ein schönes Leben hat, welches in Wirklichkeit ziemlich leer und traurig ist. Sich über andere Menschen stellen bringt einem vielleicht für kurze Zeit ein Hochgefühl, lässt Dich aber ein Leben lang als Fumbar* zurück!

Ich habe mich deswegen nicht geändert, denn ich habe viele Menschen in meinem Umfeld, die mich ganz gut leiden können, worüber ich sehr froh bin. Ich habe den Kopf nicht in den Sand gesteckt. Ich habe mir noch nicht mal Vorwürfe gemacht.

Was ich dann gemacht habe?

Ich habe mich besser gemacht!

Ich habe die Gelegenheit genutzt, meine Ernährung umgestellt, meine Leidenschaft zum Zumba entdeckt und ich habe herausgefunden, wie diszipliert ich sein kann, und was ich alles erreichenn kann, wenn ich nur will. Das liegt jetzt so ziemlich 3 Monate und 15 Kilo zurück, und ich bin rückblickend betrachtet über jeden Tag froh, den Du nicht mehr in meinem Leben bist.

 

Manchmal zeigen uns eben auch schlechte Menschen, was Gutes in uns steckt. Denn nicht alles was auf den ersten Blick schrecklich ist, muss das auch bleiben, es kommt immer darauf an, was wir daraus machen!

 

*fumbar [peppaisch] fucked up male beyond all recognition

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Das Paradies auf Erden….

Es wird höchste Zeit sich zurückzumelden! Ich bin wieder da! Ich bin sogar schon seit 1 Woche wieder im Weltmeisterland, allerdings hatte ich mir als Reisesouvenir eine schöne Sommergrippe aus der Türkei mitgebracht, die mich eine weitere Woche ausser Gefecht gesetzt hat. Mittlerweile habe ich aber wieder die Oberhand über meine Gesundheit und meine angesammelten Mails bekommen, und kann sogar wieder die Farbe meiner Schreibtischunterlage erkennen… Höchste Zeit die Tür zu meinem Blog wieder aufzuschließen und zu schauen, was ihr in der Zwischenzeit so angestellt habt.

Ihr wollt wissen, wie mein Urlaub war? Schön und erholsam war es, obwohl das Hotel eine herbe Enttäuschung war. Die Besitzer müssen noch eine Menge lernen, um die 5 Sterne über dem Eingang zurecht tragen zu dürfen. Ihr wisst ja, dass ich seit ein paar Monaten auf KH in meiner Ernährung verzichte, das heisst allerdings nicht, dass ich weniger anspruchsvoll geworden bin, was meinen Geschmack betrifft. So brauchte ich auch nicht lange, um zu erkennen, dass die Qualität der Speisen unterirdisch war, und nahezu jedes Gericht in Fett schwamm oder es war der einfachheit halber gleich der Friteuse entsprungen. Formulieren wir es mal so: Wer sich gerne 2 Wochen von Hamburgern, Chicken Nuggets, Pommes und fettigem Fleisch ernährt, wird sich in diesem Fall dort ausgesprochen wohl fühlen. Einzige Bedingung: Ihr steht auf Plastikteller und Besteck an der Poolbar, und ihr findet es irre gemütlich und romantisch in einem Speisesaal zu dinnieren, in dem eine permanente Lautstärke von 100dB heerscht. Steht ihr dann noch gerne in einer kilometerlangen Schlange an, um Euch diese vermeindlichen Köstlichkeiten auf den Tellern zu laden, müsst ihr Euch dort wie im Paradies fühlen. Wem das noch nicht reicht: Die ca. 2000 Menschen dort drängeln und schubsen auch gerne, somit kann man seinen Rückweg mit beladenem Teller gleich als eine Art Hindernisparcours verstehen, um sich diebisch zu freuen, wenn nach der Rückkehr an den Tisch noch alles auf dem Teller ist, was man sich vorher draufgepackt hatte. Mit ganz viel Glück hatte der Kellner auch schon ein Glas auf den Tisch gestellt, und an besonders guten Tagen, handelte es sich sogar um den bestellten Inhalt, ansonsten hatte man wenigstens etwas zu trinken. …..

Um diesem Wahnsinn zumindestens morgens aus dem Weg gehen zu können, bin ich in diesem Urlaub jeden Tag um 06:30 aufgestanden. In der Türkei ist es dann bereits 07:30 und damit nicht mehr ganz so unchristlich früh. Mit Putenbrustaufschnitt und Rührei konnte ich mir ganz gut aushelfen, um zumindestens ein wenig im Magen zu haben – da ich um die frittierten Köstlichkeiten an der Poolbar einen riesigen Bogen gemacht habe. Nevertheless: Ich weiß nicht, wann ich in diesem Leben wieder in der Lage sein werde, Melone und Rührei zu essen… aber irgendeinen Tod stirbt man eben immer…

Am ersten Tag lag ich dann noch relativ relaxt, wenn auch stark beengt (es gab keinen Platz zwischen den Liegen – warum auch…so passen dann ja noch etwas mehr nebeneinander) auf einer Liege am Pool und war in mein erstes von 8 Büchern vertieft, als ich um 10 Uhr fast vom Schlag getroffen wurde. Ich will hier kein falsches Bild erwecken: Ich habe nichts gegen ein wenig Animation, und ich komme auch auf Nana Mouskouri´s „Guten Morgen Sonnenschein“ klar, (11 verdammte Tage) aber eine Horde von Animateuren und unzählige zum  fremdschämen animierende Urlauber beim Clubtanz zu beobachten (6 mal am Tag) war bei leibe kein schöner Anblick. Ich denke dieses Lied hat in mir einen Schläfer geweckt…solche Aggressionen spüre ich sonst eher selten, denn von Natur aus bin ich ein eher ausgelicherner Mensch.

Ein paar Stunden später wurde meine Aufmerksamkeit wieder auf das Animationsteam gelenkt: Zumba! Moment mal: Hat die grade ZUMBA gerufen? Wie geil ist das denn? Nichts wie hin da! Bis ich den Standort des Ereignisses ausmachen konnte, hatte die Gruppe sich bereits in Bewegung gesetzt…. Und ich habe nach ein paar Blicken den Rückweg zu meiner Poolliege angetreten. Für den Weg habe ich wahrscheinlich ebenso viele Kalorien verbraucht, wie die für ihre gesamt Zumba-Einlage, (habe den Umweg über die Poolbar gemacht, um meine Enttäuschung mit einem Gin Tonic zu besänftigen) die mich schwer an einen Ententanz erinnert hat. Hätte die Geschwindigkeit gestimmt, dann hätte ich trotzdem mitgemacht *schwör* aber für Seniorensport zu rhythmischer Zumbamusik, bin ich definitiv noch nicht alt genug. Was soll ich sagen: Der Crosstrainer hat sich als Zumbaersatz ganz ganz gut geschlagen, wobei ich nicht darüber nachdenken möchte, wie unleidlich ich ohne diese Maschine geworden wäre…….

Wer jetzt von Euch denkt: Boah….die hat Probleme. So schlimm hört sich das doch gar nicht an. DOCH! Und ich habe mit genügend Urlaubern gesprochen, die das ganz genauso gesehen haben. Darunter war auch eine Familie mit 2 Kindern, die auch nach mehrmaligem Betteln trotzdem nur 3 anstatt 4 Badetücher bekommen haben. Die Minibar wurde immer dann aufgefüllt, wenn die Putzfrau einen guten Tag hatte, und es war bestimmt auch nur eine optische Täuschung, dass in der Pooltoilette 3 Tage lang eine Haarklammer auf dem Boden hinter der Tür in exakt derselben Position lag. Nur ein notorischer Meckerpott würde hier auf die Idee kommen, dass man es mit der Sauberheit eventuell nicht ganz so eng nimmt, oder? Seht ihr? Alles prima!

Mein abolutes Highlight war aber der freundliche Angestellte aus dem SPA Bereich! Nachdem ich eine Zeit lang abgewogen habe, ob es die 60€ wirklich wert sind, das Hotelzimmer für weitere 6 Stunden *hüstel* zu behalten, habe ich mich dagegen entschieden, immerhin hat mir der freundliche Mann an der Rezeption gesagt, dass die Duschen im SPA Bereich selbstverständlich jederzeit genutzt werden können, bevor der Bus zum Flughafen mich möglichst schnell und weit von diesem „Paradies auf Erden“ (O Ton Chef Animateuer mit dem grenzdebilen Namen „Hasi“) wegbefördern wird. Bis zur abendlichen Dusche waren aber nun noch ein paar Stunden Zeit, die man wirklich noch am Pool verbringen könnte, wenn man nicht seine sämtlichen Wertsachen (Pass, Autoschlüssel, Tab, Handy etc.) mit sich rumschleppen müsste, da man ja bereits um 12:00 aus dem Zimmer auschecken musste. Durch den engen Kontakt zum Crosstrainer bin ich jeden Tag durch den SPA Bereich gelaufen und so fielen mir die Schließfächer in der Damenumkleide wieder ein! Perfekte Lösung! Da in diesem SPA Bereich nie etwas los war, und ich deswegen immer darauf bedacht war, mich schleunigst an den gaffenden Blicken der Mitarbeiter in Sicherheit zu bringen, die dort anscheinend nur zur Dekoration rumstanden….. Gesagt getan. Auf dem Weg nach draussen kam ein SPA Mitarbeiter auf mich zugerauscht:

Haben Sie eingeschlossen?

Say what? (Ja, so bin ich eben. Die Geschichte mit dem Echo und dem Wald)

Sie haben eingeschlossen Tasche?

Ja, hab ich.

Das geht nicht. Fragen Sie müssen. Mich oder Rezeption.

Ist das so?

Ja – sie fragen müssen!

Kollege, in dem Raum sind 100 Schließfächer, und jetzt sind in Summe 2 davon belegt.

Kommen heute 100 Gäste in SPA!

Ja – genau! Ich denke sie sollten lieber mit 200 rechnen. Ist hier ja sonst auch immer tiiiiiersch was los hier.

Aber sie müssen fragen.

WAS WOLLEN SIE JETZT VON MIR?

Sie fragen müssen oder ich sage Rezeption Bescheid.

Top! Ich gehe jetzt an den Pool und sie können zur Rezeption, dann haben wir beide einen Auftrag.

 

Ich habe ihn dann dort stehen gelassen. Geht’s noch? Es wundert mich immer weniger, dass der SPA Bereich so schlecht besucht wurde, aber das grenzte schon Schikane. So! Die Blonde lass´ ich jetzt mal stramm stehen, aber nicht mit mir. Blödmann.

Ich könnte jetzt noch von den 2 super Schaumparties berichten, die eine ganze halbe Stunde dauerten, oder von der schlechten WM Party, die keine war, oder von dem Animateur, der 10 Minuten auf mich eingeredet hat, dass ich etwas positives bei Holiday Check schreiben soll…… aber ich denke, dass ich es für heute gut sein lasse. So ein schlechter Mensch bin ich dann ja auch nicht! Immerhin habe ich über ihn geschrieben, nur nicht bei Holidaycheck.

Noch nicht…..

“Fußball ist wie Schach – nur ohne Würfel.”

Nein – das ist ausnahmsweise nicht von mir – das hat Lukas Podolski rausgehauen. Und da heute alle nur über das bevorstehende WM Spiel „Deutschlang gegen Frankreich“ spechen, reihe ich mich da einfach mal ein, bevor ich mich in meinen Sommerurlaub verabschiede!

 

Lothar Matthäus:  “Ich hab gleich gemerkt, das ist ein Druckschmerz, wenn man drauf drückt.”

Andreas Möller : “Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien!”

Fritz Walter: “Der Jürgen Klinsmann und ich, wir sind ein gutes Trio. Ich meinte: ein Quartett.”

Berti Vogts: “Hass gehört nicht ins Stadion. Solche Gefühle soll man gemeinsam mit seiner Frau daheim im Wohnzimmer ausleben.”

Lukas Podolski: „Das darf keine Rolle spielen, ob da 50, 55 oder 70 Grad herrschen auf dem Platz.“

Bastian Schweinsteiger: „Wenn man eine neue Freundin hat, klappt auch nicht immer gleich alles perfekt.“

Lukas Podolski: „Ich denke nicht vor dem Tor. Das mache ich nie.“

Olaf Thon: “Ich habe ihn nur ganz leicht retuschiert.”

Matthias Sammer: “Das nächste Spiel ist immer das nächste.”

Gerhard Delling: “Das einzige, was sich nicht geändert hat, ist die Temperatur – es ist kälter geworden.”

Mats Hummels: “Der Trainer hat gesagt, wir haben verloren, weil wir keine Eier hatten.”

Martin Driller: “Es ist nicht so einfach. Meine Mami hat gesagt, ich soll nicht im Dunkeln heimkommen.

Jens Lehmann: “Eine Minute nach Spielende habe ich noch nicht die Intelligenz, um das Spiel zu beurteilen.”

Guido Buchwald: “Ich hab ‘ne Oberschenkel-Zerrung im linken Fuß.”

Olaf Thon: “Wir spielen hinten Mann gegen Mann, und ich spiel gegen den Mann.”

Lukas Podolski: “So ist Fußball. Manchmal gewinnt der Bessere!”

 

Ich wünsche Euch einen schönen Fußballabend! Wir lesen uns in 2 Wochen wieder. Bleibt anständig & seid lieb zueinander!

 

Eure Peppa

Paradox, ist einfach nur anders, als „DU“ denkst!

Ich lege meine Sachen immer schon am Vorabend raus, damit es morgens schneller geht. Das ich morgens grundsätzlich trotzdem noch mindestens 2 Oberteile aus dem Schrank ziehe, die ich an und wieder ausziehe, tut dabei nichts zur Sache.

Croissants sind ein Werk des Teufels, aber ich liebe sie trotzdem  – allerdings sind es exakt 73 Minuten, die man spazieren gehen muss, damit sie nicht auf den Hüften landen. Ich mache schon jeden Tag Zumba – da habe ich beim besten Willen nicht noch Zeit zum Spazierengehen. Niemand, wirklich niemand hat jemals behauptet, dass das Leben fair ist!

Wenn ich Chilis schneide, denke ich jedes Mal daran, mir Einweghandschuhe überzuziehen. Entscheide mich dann dagegen, und verfluche diesen Moment immer dann, wenn ich mir später am Auge reibe. Damit habe ich bewiesen: Lernen durch Schmerz funktioniert bei mir nicht!

Ich habe eine natürliche Abneigung gegenüber Männern, die von sich behaupten sie wären so ganz anders, als alle anderen, das sind sie aber nie. Im Gegenteil! Und manchmal ist es hilfreich, wenn man auf den ersten Blick bereits einen häßlichen Charakter ausmachen kann.

Ich kann sau-schlecht rückwärts einparken – und da stehe ich auch zu. Mein Fahrschullehrer hat  auch irgendwann eingesehen, dass mir das Rückwärtseinparkgen fehlt. Bei meiner Prüfung hat es natürlich beim 1. Versuch geklappt, weil ich unter Druck eh immer zur Höchstform auflaufe.

Wenn ich Dir schreibe und antworte mit einem „ok“, dann ist gar nichts ok – ausser es war eine berufliche Mail. Sollte ich allerdings mit: „Passt schon“ antworten, bin ich richtig angepisst.

Bei mir heisst ja, ja und nein, nein. Zumindestens ist das oft der Fall, wenn dem nicht so ist, ist es halt anders.

Nutella schmeckt auf ungetoasteten Toast und getosteten Toast. Sonst ist ungetoastets Toast nur eins: BÄH! Ausser natürlich es liegt neben einer Bratwurst.

Ich mag keinen Sport, dennoch mache ich mit Begeisterung  Zumba. Zumba ist nämlich kein Sport – es ist eine Einstellung!

Ich kann Menschen nicht verstehen, die Leber mögen. Ich bekomme schon einen Würgereiz, wenn ich das irgendwo sehe, dennoch gibt es nichts über ein Schwarzbrot mit Leberwurst, Röstzwiebeln und Senf!

Ich bekomme einen Anfall, wenn ich mich eincremen muss und irgendwo scheuert ein kleiner Krümel Sand auf der Haut oder klebt an der Sonnenmilchflasche, und  trotzdem liege ich am liebsten am Beach anstatt am Pool.

Wir verstehen andere Mensche vielleicht nicht immer, oder können deren Einstellung nicht teilen. Aber nur weil Menschen anders sind, macht sie das nicht schlechter oder besser. Nur weil jemand anders liebt, als ihr, ist er nicht schlechter. Nur weil er eine andere Hautfarbe hat, ist er nicht schlechter oder besser. Am Ende sind wir alle Menschen! Darüber musste ich nachdenken, als ich die negativen Reaktionen auf den Werbungspot  des Crackerherstellers „Honey Maid“  im Netz gesehen habe. Traurig wie verbohrt manche Menschen sind, die gedanklich wohl noch immer in der Steinzeit leben. Dafür fand ich die Reaktion des Unternehmens auf diesen Shitstorm umso schöner. Und es stimmt doch: LOVE IS ALL YOU NEED!

 

Wie wäre es mit Urlaub auf den Plastic Islands?

Woran denkt ihr, wenn ihr Plastik hört? Ich muss dann sofort an Verpackungen denken – und natürlich an die PET Flaschen. Wusstet ihr, wie schädlich das für die Umwelt ist? Sicher wusstet ihr das – allerdings wissen die meisten nicht, wie schlimm es wirklich schon gekommen ist. Es wird auch nicht besser, denn die Politik fühlt sich von diesem Thema wenig angesprochen…. Und die Lebensmittelindustrie? Die interessiert sich weder für unsere Gesundheit, noch für den Tierschutz und als letztes für unsere Umwelt.

Heutzutage muss ja wirklich ALLES mehrfach in Plastik gewickelt werden – umweltfreundliche Verpackungen? Fehlanzeige! Das absurdeste Beispiel für mich bleibt aber die in Plastik eingeschweißte Salatgurke, das ist an Schwachsinn kaum noch zu toppen. Mich würde es auch interessieren, warum die Herstellung von Plastiktüten nicht schon längst verboten wurden. Wenigstens davon würde ich mich gerne freisprechen, aber nicht mal das kann ich! Ich benutze keine Plastiktüten, wenn ich im Supermarkt meine Lebensmittel einkaufe, aber was ist beim Shoppen? Eben.

Wisst ihr wie lange es dauert, bis eine Plastiktüte verrottet ist? 500 Jahre! Weltweit werden jährlich 600 Milliarden Plastiktüten verbraucht, davon alleine in Deutschland knapp 6 Milliarden. Irgendwo müssen diese Massen an Plastik ja bleiben, wenn der neue Pulli im Schrank verstaut ist. Und wenn man sich dann auch noch überlegt, wieviele Plastikflaschen dazu kommen, ist es wirklich erschreckend. Aber Tüten und Flaschen sind längst nicht alles. Guckt mal auf Euren Schreibtisch: Smartphonehülle, Stifte, Schreibtischunterlagen, Telefon, Tatstatur, Ablageboxen. Plastik ist überall. Und wo landen diese Unmengen von Plastik früher oder später?

Im Meer!

Weltweit werden 675 Tonnen Müll ins Meer gekippkt. Stündlich! In unseren Meeren schwimmt heute 6x mehr Plastik, als Plankton. Durch die Meeresströmungen bilden sich aus diesem Plastikmüll Inseln. Man geht davon aus, dass es weltweit 5 riesige Plastikinseln geformt haben, deren Größe wirklich erschreckend ist. Die bisher am besten erforschte Plastikinsel ist die Insel im Nordpazifik. Ein paar erschreckende Zahlen?

Wissenschaflter haben herausgefunden, dass diese Insel in etwa eine Größe zwischen 700.000 bis mehr als 15.000.000 km² angenommen hat. Europa ist im Vergleich 10.180.000 km² groß! Und wir reden hier nur von einer Insel – und wir haben auch noch nicht unter Wasser gesehen und über den Plastikmüll gesprochen, der auf dem Meeresboden liegt!

Dieser Plastikmüll bedroht alle Meeresbewohner massiv, denn eine häufige Todesursache stellen die Plastikseile- und Bänder, Netze etc. dar, in denen sich die Tiere veheddern und qualvoll verenden. Aber der Plastikmüll  tötet so nicht nur Vögel, Robben, Seelöwen, Meeresschildkröten und Delfine, denn die Zusatzstoffe, die sich mit der Zeit aus dem Plastik lösen wirken wie pures Gift für die Flora & Fauna der Meere. Die Tiere werden krank und unfruchtbar.

In unseren Meeren lassen sich überall Plastikpartikel finden, die logischerweise auch von den Fischen aufgenommen werden, die hinterher auf unseren Tellern landen. Yammie! Kinderspielzeug darf keine Weichmacher enthalten, aber unsere Lebenmittel sind ja schon voll davon, und daran tragen wir alle Schuld. Hier und da kann man zumindestens darauf achten, denn dank unserer Wegwerfkultur sind wir es, die unser Ökosystem zerstören – jeden Tag ein weniger mehr.

Eine Schande, wie wir mit unserem Planeten umgehen…