Erwachsen? Kann ich! Nicht!

Je älter ich werde, desto mehr bemerke ich Eigenschaften an mir, die ich früher schrecklich spießig fand, und eigentlich immer noch finde. Es gibt wirklich erschreckend viele Gelegenheiten in denen ich Wörter raushaue (heutzutage, damals < um nur einige zu nennen), die ich früher so unsagbar schlimm fand, dass jeder Erwachsener, der solche Wörter benutzte unweigerlich um weitere 10 Jahre für mich gealtert ist. Ein kostenloses Peppa Upgrade von „nur alt“ auf „steinalt“.

Und heute? Sitze ich hier und gebe sogar die ganz, ganz bösen Dinger von mir:

Früher war alles besser!

Mit der dazugehörigen Portion Dramaqueen, die unbestritten in mir wohnt muss ich natürlich „ALLES“ und nicht nur „manches“ schreiben. Jetzt überlege ich, ob ich steinalt geworden bin, und es gar nicht gemerkt habe, oder ob ich irgendwie falsch erwachsen geworden bin. Gab es bei mir einen  technischen Defekt, der verhindert hat, dass ich zum echten Erwachsenen geworden bin? Es gibt nämlich unzählige Anzeichen dafür, dass ich zwar nach aussen als steinalt durchgehen könnte, allerdings wirkt es fast etwas wie eine natürliche Tarnung, die verhindert, dass ich als großes Kind enttarnt werde.

Wie sollte ich es anders entschuldigen, dass mein Kleiderschrank noch immer so aussieht, als wenn ich grade noch meinen Schulranzen (schööönes altes Wort) in die Ecke gepfeffert hätte, um danach den Stapel frisch gewaschener Wäsche, irgendwie in selbigen zu buxieren? Dabei muss man natürlich möglichst schnell sein, und die Türen schließen, denn sonst kann es passieren, dass mir ein anderer Stapel wieder entgegenfällt.

Ich habe es mit den Jahren auch nicht gelernt, dass man leere Harrspray Dosen direkt mit aus dem Badezimmer nimmt, sondern ich warte grundsätzlich erst bis ich es zu einer stattlichen Sammlung von mindestens 3 leeren Haarspraydosen geschafft habe, bis ich mich dazu durchringen kann, diese entsprechend zu entsorgen. Keine Sorge – ich bin kein Messie, davor schützen mich meine Aufräumflashs, die ich als Kind immer meiner Mutter zu verdanken hatte, wenn diese die Schnauze gestrichen voll von meinem Chaos hatte. Heutzutage (da ist es wieder) höre ich bei diesen Aktionen weniger ihre strenge Stimme in meinem Kopf, sondern eher meinen PMS bedingten Hormonhaushalt, der mich dann anbrüllt und fragt: „Sach ma – muss das hier so aussehen?“ Anschließend sind dann  alle T-Shirts und Jeans nach Farben sortiert nebeneinander aufgestapelt, was dann für eine Woche anhält, wenn es gut läuft…….

Es kann auch ein plötzlicher Kälteeinbruch über Deutschland einbrechen, ich hätte für mindestens 3 Wochen immer ein Paar Hello Kitty Socken in meinem Schrank. Die sind, dank dem IKEA Pax System auch relativ schnell zu finden. Tolle Erfindung, diese Schubladen im Kleiderschrank – somit fliegen nur meine Jeans und Shirts in ungleichmäßigen Stapeln durch die restlichen 3 Meter.

Im Moment sind KH zwar tabu, aber sonst kann es in der Tat sein, dass ich mit nem Lolli im Mund durch die Gegend laufe und ein Superman T-Shirt trage, alles in allem hört sich das nun wirklich nicht steinalt an, und wenn ich den ein oder anderen Blick in das Zimmer einer 14 jährigen schweifen lasse, stelle ich fest, dass ich irgendwo dazwischen liege, weil ich zumindestens die Notwendigkeit verstanden habe, meine Sachen nicht wild verstreut auf dem Boden zu liegen zu lassen. Somit schöpfe ich doch noch Hoffnung, dass ich irgendwo auf der Welt, als zumindestens halbwegs vernünftige Erwachsene durchgehe, die nur ein Problem mit Schränken und Schubladen hat.

Was ich allerdings von früher wirklich deutlich besser in Erinnnerung behalten habe, war das zwischenmenschliche Verhätnis mit unserem Umfeld, deswegen werde ich mein Verhalten in dieser Hinsicht auch nicht verändern. Egal, ob es nun als erwachsen oder kindlich eingestuft wird.

Wenn es jemanden in meinem Umfeld nicht gut geht, dann mache ich es wie schon im Kindergarten. Ich lege meinen Arm um die Person, und fragen wo der Schuh drückt. Mit virtuellen Armen funktioniert das im Übrigen auch recht gut. Mir fällt aber eine Sache grade im WWW immer wieder auf: schreibst Du lustige Dinge, machst Witze oder gibst Dich cool und unnahbar, finden Dich alle klasse. Zeigst Du aber Schwäche, oder es geht Dir einfach nicht gut, wird das ganz oft ignoriert. Schwäche zeigen ist eben unsexy und uncool. Finde ich im Übrigen ganz und gar nicht, ich finde das einfach nur menschlich. Aber das Internet scheint einige Leute echt zu emotionslosen Krüppeln verkommen zu lassen.

Wir haben früher kleine Liebesbriefe geschrieben, Zettel verteilt und uns Briefe geschrieben. Im jetzigen Zeitalter schreiben wir Tweets, What´s App Nachrichten, Blogeinträge und posten in Sozialen Netzwerken unseren Staus an irgendwelche Wände. Wenn nur jeder mal nach links und rechts guckt, hin und wieder mal nachfragt, und echtes Interesse an seinen Mitmenschen zeigt, dann sollten wir das doch auch in Zukunft gut hinbekommen, dass diese Netzwerken ihren „sozialen“ Aspekt nicht gänzlich verlieren, oder?

So – und jetzt verteile ich noch ein paar Herzchen, Knuddeleinheiten und Smileys in meiner Twitter Timeline, genau so wie sich das für eine steinalte Erwachsene gehört!

Ich wünsche Euch morgen einen schönen Feiertag!

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Peppa´s Wordly Wisdom

Das Leben ist mal schön, mal aufregend, mal langweilig, mal spannend, mal grausam und hin und wieder ist es schlichtweg fantastisch. Erfahrungen muss bekanntlich jeder von uns selbst machen, denn niemand kann uns davor bewahren Fehler zu machen, noch weniger davor, Fehler zu wiederholen. Achtung! Ich bin eine Expertin im Fehler-Wiederholen. Ich schaffe das hin und wieder sogar auf Ansage, aber ich habe mich damit abgefunden. Ich bin eben so, wie ich bin 🙂

Und mit der Zeit entwickeln wir unsere eigenen kleinen Weisheiten, denn das Schöne ist ja: Wir dürfen zu uns ehrlich sein, auch wenn wir das hin und wieder ganz gut umgehen können, allerdings habe ich die folgenden Erfahrungen jetzt so weit abgeschlossen, dass ich nicht glaube, dass man mich noch vom Gegenteil überzeugen kann.

Das wird natürlich nicht auf Euch zutreffen, aber hier folgt mein eigener Peppa-Wordly-Wisdom, und zwar eine für jedes Lebensjahr 😉

 

1. Freundlichkeit ist ganz wichtig. Wer nicht freundlich sein kann, sollte keinen Platz in Deinem Leben haben.

2. Das beste Lied der Welt bleibt „Mr. Brightside“ von den Killers. Egal ob gute Laune oder schlechte Laune, es passt immer.

3. Mit Männern, die nicht küssen können, kannst Du keine Beziehung führen.

4. Nimm Dich in acht vor Neidern. Manchmal ist es besser die Leute reden zu lassen, auch wenn Du es besser weißt.

5. Nichts auf dieser Welt wird Dir helfen Dich besser zu fühlen, dass kannst Du nur ganz alleine schaffen.

6. Es bringt einfach nichts ständig der Vergangenheit nachzuhängen, egal ob es positive oder negative Erfahrungen waren. Du lebst immer nur im hier und jetzt.

7. Du bleibst mit Deinen Exfreunden nicht befreundet. Völliger Schwachsinn, sich das einzureden, um sich über eine Trennung hinwegzutrösten.

8. Menschen wollen nicht immer das beste für Dich. Gehe immer davon aus, dass alle Menschen einen Hintergedanken haben. Die Zeit wird Dir zeigen, wer es wirklich ernst mit Dir meint.

9. Musik sollte man immer so laut hören, wie es grade möglich ist.

10. Die Welt ist oberflächig. Niemand wird Dich Deiner selbst lieben, wenn Du nicht in ihr / sein  Schema F passt.

11. Bleibe immer eine „Alchemistische Liebesgöttin“ Es ist besser alles und jeden irgendwie etwas lieb zu haben, als ständig nur rational zu denken.

12. Egal wie auswegslos Dir etwas erscheint, dass Leben geht IMMER weiter.

13. Das Leben besteht aus Veränderungen. Auch wenn man im ersten Moment nicht weiß, ob man mit einer Sache klar kommen kann, dann > Punkt 12

14. Menschen kommen Menschen gehen. Nichts auf dieser Welt ist für immer.

15. Die Zeit heilt alle Wunden, löscht aber keine Erinnerungen. Finde Dich damit ab.

16. Das Leben ist ein wundervolles Geschenk!

17. Wenn Du mit offenen Augen durch die Welt gehst, wirst Du mehr entdecken, als wenn Du immer nur stur auf den Boden blickst.

18. Manche Menschen verdienen Dein Vertrauen nicht, egal wielange Du Dir einreden willst, dass das Gegenteil der Fall ist.

19. Es darf Dir auch mal schlecht gehen.

20. Mach Dir Pläne und sei sauer, wenn das Leben Dir einen Strich durch die Rechnung macht, dass beweist Dir, wie gut Du Deinen Plan findest, und jetzt mach einen besseren Plan!

21. Man kann alles erreichen, man muss es einfach nur genug wollen.

22. Männer und Frauen sind gleichermaßen schlecht, oder gut!

23. Diskutiere nicht, wenn Du genau weißt, dass es keinen Zweck hat. Das schont Deine Nerven und spart Deine Zeit.

24. Menschen, denen Du wichtig bist, werden nicht einfach aus Deinem Leben verschwinden.

25. Im Sommeregen draussen stehen ist nicht romantisch. Sommerregen ist auch kalt.

26. Egal wie nett ein Mensch sein kann, er kann auch genau so fies werden.

27. Light Käse schmeckt scheisse!

28. Du bist ohne Kohlenhydrate überlebensfähig, zumindestens unter der Woche.

29. Sei niemals zu hart zu Dir!

30. Traue Dir auch Dinge zu, die Du noch nie gemacht hast. Alles im Leben hat einen Anfang.

31. Verabschiede Dich von Dingen & Menschen, die Dir nicht gut tun. Alles im Leben hat ein Ende.

32. Lass Dir niemals von anderen vorschreiben, wie Du sein sollst. Nur Du musst mit Dich leiden können.

33. Manchmal muss man sich an Regeln halten. Manchmal muss man Regeln brechen.

34. Feier so oft es geht, als wenn es kein Morgen gäbe.

35. Gehe niemals mit einem Menschen im Streit auseinander, der Dir wirklich am Herzen liegt. Wenn das Leben einen schlechten Tag hat, verteilt es nicht immer eine 2. Chance.

„Love & Engineering“ oder „4 Nerds auf der Suche nach der Liebe“

Als ich von dieser Doku gehört habe musste ich schallend lachen! Männer kommen wirklich auf tolle Ideen. Leider fehlt ihnen hier und da etwas weibliche Kreativität (ist doch so), denn wir Frauen sind eben kein Computerproblem, gell?

Worum geht es überhaupt? Vier Programmierer um die dreißig wollen ihre große Liebe finden. Wer soll ihnen als Mentor dabei zur Seite stehen? Richtig! Ausgerechnet ein weiterer Computerfreak. Was kann der, was die anderen anscheinend nicht können? Frauen klar machen, na ja – zumindestens hat er es bei einer Frau geschafft. Und weil Mann dann auch lieber auf Nummer sicher geht, hat Atanas diese Dame auch direkt geheiratet, bevor sie unter Umständen wieder abhanden kommt.

Todur, Tuomas, Marcus und Andon sind keine Amerikaner (auch andere Länder kommen auf komische Ideen), was unschwer an den Namen zu erkennen ist.  Die 4 Singlemänner kommen aus Schweden und wohnen im schönen Helsinki.  Und hier beginnt das 2 Jahre andauernde Experiment! Atanas Liebes Code besagt:

Liebe ist ein logisches Problem, knackt die Firewall der Frau und findet die Liebe!

Ja – liebe Männer. Wenn das so einfach wäre, wie ihr euch das manchmal vorstellt. ….Allerdings finde ich den  Vergleich mit der Firewall ausgesprochen amüsant, aber im echten Leben ist das nicht so einfach. Herzen, Gefühle, Emotionen sind Parameter, die man nicht einfach berechnen oder definieren kann. Deswegen sind sie auch so wertvoll. Da könnt ihr auch mit euren Eye-Motion-Tracking Geräten nichts finden und auch grafische Modelle werden nicht viel helfen, wenn es um die Liebe geht. Liebe bleibt eben romantisch und besteht nicht nur aus Nullen und Einsen. Zum Glück!

Nichtdestotrotz. Ich finde es schön, dass in unsere Zeit, die immer mehr  aus virtueller Kommunikation  besteht, Menschen den Weg finden, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Also richtig live und in Farbe, denn natürlich hat keiner der Männer seine große Liebe getroffen, aber immerhin haben sie sich mal in fremdes Terrain gewagt und ein paar Erfahrungen gesammelt.

So bleibt der Liebes-Code unentschlüsselt und alle Hackerangriffe erfolgslos , was erstaunlich viel über die Firewalls der Frauen aussagt! Wir werden nämlich lieber erobert, als geknackt!

Ich lasse euch mal den Trailer zu „LOVE & ENGINEERING“ hier und wünsche euch ein schönes Wochenende 😉

 

<p><a href=“http://vimeo.com/92850455″>LOVE & ENGINEERING – Offizieller Trailer Deutsch</a> from <a href=“http://vimeo.com/filmtankgmbh“>filmtank</a&gt; on <a href=“https://vimeo.com“>Vimeo</a&gt;.</p>

You´re my Soulmate vs. You´re an Asshole!

Ohne das ihr es gemerkt habt, ist mein Blog ganz schön interaktiv geworden. Allerdings bin ich ein Sturkopf.  Ich nehme trotzdem nur die Themen, die mich persönlich interessieren. An dieser Stelle eine Entschuldigung an die nette Autorin, die mir kürzlich eine Mail schickte, ob ich ihre Bücher auf meinem Blog veröffentlichen kann bzw. eine Rezension für sie schreibe. Ich lese zwar hin und wieder Hausfrauenpornos erotische Lieratur,  aber mein Blog ist pornös genug. Wir wollen das mal lieber nicht überstrapazieren.

Umso mehr habe ich mich über die folgende Frage gefreut!

Sind bestimmte Menschen beziehungsfähig oder -unfähig und ist es sozusagen egal mit wem sie zusammen sind? Oder ist es eher so, dass man Glück hatte und einen Partner gefunden hat, mit dem es klappt? Heisst, habe ich sozusagen Glück gehabt meinen Partner zu treffen, da er/sie der einzige Mensch auf der Welt ist, der zu mir passt oder hätte es genauso gut jemand anderes sein können?

Ich glaube, dass kein Mensch beziehungsunfähig geboren wurde. Das wäre auch bitter! Die Situation im Kreissaal stelle ich mir wirklich gruselig vor: Was ist es denn? Es ist leider ein Beziehungslegastheniker! Bekommt der jetzt ein rosa oder ein blaues Bänchen? Nimm ein schwarzes Bändchen, das Kind wird eh nie einen Partner finden, mit dem es glücklich sein kann. …. Kein guter Start ins Leben, oder?  Aber mal im Ernst. Werte und Normen spielen in einer Beziehung ja  eine ebenso große Rolle, wie Respekt und Vertrauen. Küssen kann man bekanntlich nicht alleine, allerdings erkennt man daran sehr oft die Beziehungsunfähigen. Die wünschen sich zwar eigentlich nichts anderes als eine stabile, ernsthafte Partnerschaft, aber sie können sich einfach nicht auf einen Partner festlegen  bzw. auf diesen eingehen, und hüpfen dann frustriert von einem Partner zum nächsten.  Beziehungsunfähige Menschen erkennt man schnell, denn sie versuchen sich permanet abzugrenzen. Beruflich immer zu 200% eingespannt, zeitintensive Hobbies….so sind sie sich für keine Ausreden zu schade, um das Gegenüber auf Distanz zu halten.  Ja – Freiräume braucht jeder Mensch – auch in einer Beziehung. Aber es besteht ein großer Unterschied zwischen Freiräumen und Mauern! Ich muss da immer sofort an den Robbie William Song „Feel“ denken:

Before I fall in love I´m preparing to leave her….

Traurige Geschöpfe in meinen Augen, aber so hat jeder sein Päckchen zu tragen. Auch wenn gleich wieder ein Aufschrei durch die Reihen geht: Ich finde es nicht gut, wenn man Menschen absichtlich weh tut, nur weil man ein Problem mit sich selber hat.

Aber weiter im Text: Es gibt da draussen viele Menschen, denen es egal ist, mit wem sie zusammen sind. Da muss man sich in seinem Umfeld nur mal genauer umsehen. Aber so traurig wie es sich jetzt vielleicht anhören mag, bin ich der Meinung, dass es für jeden Topf eine große Anzahl von Deckeln gibt. Wobei, ist das wirklich traurig? Ihr kennt mich. Zu 99.99% bin ich hoffnungslos romantisch, aber wenn ich das mal ganz nüchtern betrachte, ist es doch im Regelfall so: Wir waren doch schon alle mehr als ein mal verliebt, oder? Und ist es am Anfang nicht immer schön, toll, unbeschreiblich und viiiiel besser als das Mal davor? Kein Mensch auf dieser Welt wird zu 100% erfüllen können, was ihr euch vorstellt, weil das absolut utopisch wäre. Es gibt immer etwas, was an dem Partner stört oder uns besser in den Kram passen würde, wenn das nicht so wäre, müsste man in einer Partnerschaft auch nicht kompromissbereit sein.

Hast Du nun Glück, dass Du Deinen Partner getroffen hast, mit dem Du glücklich bist! Definitiv! Aber das bedeuted nicht, dass Du mit einem anderen Partner nicht noch glücklicher geworden wärst. Um aus der Peppa Vergangenheit zu sprechen, gibt es aber auch Partner, die einen gar nicht glücklich machen können, egal wie sehr man sich das erhofft hat. Aber auch da heisst es: Nehmt euren Deckel wieder mit und sucht nach einem neuen Topf.

Menschen verwenden gerne Begrifflichkeiten wie Seelenverwandtschaft, größte Liebe, tollster Mann aller Zeiten, noch nie habe ich so sehr geliebt, … wir finden Superlativen immer toll. Wir werden kreativ und sind so überschwenglich, dass solche Aussprüche auch dann rausgehauen werden, wenn sie gar nicht so gemeint sind. Nein! Ich weiß! Ihr habt das noch nie gemacht. Ich auch nicht! Natürlich nicht. Vielleicht habe ich das aber auch schon schmerzlich erfahren müssen, vielleicht wollte ich es einfach auch nur mal glauben. So wird aus einer blumig ausgeschmückten, romantischen Unterhaltung eine Konversation, die ungefähr so sexy ist, wie die 12 Uhr Expressnachrichten. Klingt jetzt dramatischer, als es im Endeffekt ist. Warum? Weil wir alle glücklich werden, wenn wir das wollen. Glücklich zu sein fängt nämlich in erster Linie bei einem selbst an… der Rest kommt dann von alleine.

Du hast Glück, wenn Du einen Deckel gefunden hast, der manchmal klappert, der sich vielleicht auch mal verbiegt, einige Kratzer oder Schrammen abbekommt. Vielleicht hat er im Laufe der Jahre auch mal eine Beule abbegkommen, aber so lange Du glücklich bist, dann bist Du entweder Topf oder Deckel, und zumindestens bleibt diese Kombination für immer einzigartig.

 

 “To say that one waits a lifetime for his soulmate to come around is a paradox. People eventually get sick of waiting, take a chance on someone, and by the art of commitment become soulmates, which takes a lifetime to perfect.”

 

Erinnerungen in Einmachgläsern

Manche Erinnerungen würde man doch am liebsten in Einmachgläser abfüllen, nur damit man hin und wieder daran riechen kann, um seine Erinnerungen aufzufrischen, oder? Mir geht das mit fast allen Dingen so, die ich irgendwann mal ins Herz geschlossen habe. Daher bekommt ihr heute mal wieder eine Liste von mir: „Peppa´s Erinnerungen in Einmachgläsern“

Einmachglas 1: Cool Water! Ich weiß nicht, wie alt dieses Parfume ist, aber als ich im besten Teeniealter war, fingen die „Männer“ in meiner Umgebung an, nach Cool Water von Davidoff zu schnuppern. Es gab sogar mal eine Werbung, in der Paul Walker mitgespielt hat. (Möge er  jetzt an einem besseren Ort sein, und noch immer so himmlisch duften.) Ich bin froh, dass es noch immer Männer gibt, die diese blaue Flasche im Bad stehen haben, denn hin und wieder habe ich es noch in der Nase, und zack bin ich sofort wieder 17, aber zum Glück vernünftig genug, um nicht an fremden Männern zu schnüffeln!

Einmachglas 2: Möbelpolitur mit Bienenwachs! Das riecht nach Heimat, da meine Eltern ihre Holzschränke seit Ewigkeiten damit polieren, und es immer das erste ist, was ich rieche, wenn ich bei meinen Eltern die Tür aufschließe. Ich würde fast wetten, dass fremde Leute den Geruch gar nicht wahr nehmen würden (und da sagt man Raucher könnten schlecht riechen), aber für mich bedeutet dieser Geruch ein Stück Heimat und wirkt immer tröstlich auf mich.

Einmachglas 3:  Als ich noch klein war, hat meine Oma mit mir zur Weihnachtszeit immer Plätzchen gebacken. Für mich war das höchstgradig spannend, wie man mit einer Spritzgebäckmaschine, so viele unterschiedliche Formen von Plätzchen machen konnte. Während die ganze Wohnung nach Keksen duftete saßen wir stundenlang in ihrer kleinen Küche und haben die Plätzchen verziert. Meine Oma bleibt meine Plätzchenheldin, denn ich habe mir vor ein paar Jahren ebenfalls eine Spritzgebäckmaschine zugelegt, mit der ich leider keine Freunschaft schließen werde. Scheissteil! Umso besser, dass meine Oma mir bewiesen hat, dass es funktionieren kann!

Einmachglas 4: Kokosöl. Das gibt es ja auch schon ewig, und es ist für mich der ultimative Urlaubsgeruch. Nichts riecht mehr nach Urlaub. Gar nichts! Das man sich mit diesem Öl keinen großen Gefallen tut, speziell nicht im Hinblick auf Hautkrebs steht ja auf einem anderen Blatt. Ich kann Euch versichern: Ich habe gestern ganz brav LSF 20 benutzt, und ich habe mir, wie immer, den Haaransatz und die Nase nicht ausreichend eingecremt – und deswegen trotzdem Sonnenbrand…. So kann´s gehen…wen man versucht vernünftig zu sein.

Einmachglas 5:  Schaumküsse. Was war die Welt noch unkompliziert, als man Negerküsse sagen durfte… Na ja. Da muss ich immer an die Kindergeburtstage denken, denn zu dieser Zeit war nichts hipper, als die Dinger in die Mikrowelle zu stellen. Das war ein fürchterlich künstlicher Geruch, der mir auch immer in Erinnerung bleiben wird. Aber nicht nur deswegen, sondern auch für die Negerküssbrötchen (Mist, das böse Wort mit B), die wir uns als Kinder in der großen Pause geholt haben. Essen Kinder heutzutage noch NegerSchaumkussbrötchen? Die Welt ist ein echt finsterer Ort geworden !

Einmachglas 6: Der Duft von brennenden Kaminöfen. Jedes Jahr waren wir früher im Skiurlaub, und wenn man dann abends vor die Tür gegangen ist, brannte in jedem Haus der Kamin und draussen roch es total herrlich. Zum Glück wohne ich in einer Kamingegend (war aber Zufall, ich habe die anderen Nachbarn vor dem Hauskauf nicht erst befragt, wie sie im Winter heizen) und komme in kalten Winternächten immer wieder in den Genuss, diesen Duft einatmen zu können, und so bin ich mit einem Schlag wieder in Italien im Schnee.

Einmachglas 7: Blondierungscreme. Zugegeben – das Zeug riecht fürchterlich, allerdings verbinde ich es mit einem Urlaub meiner Eltern, in dem mein Opa und seine Lebensgefährtin auf mich aufgepasst haben. Ich habe diese Chance direkt genutzt, und habe mir zusammen mit einer Freundin die Haare komplett blondiert. Ich muss nicht dazu schreiben, wie unmöglich das aussah? Ich habe es aber geleugnet! „Nein Opa, meine Haare sahen schon immer so aus“…. Danach durfte ich bis zur Rückkehr meiner Eltern leider nicht mehr nachmittags zu meiner Freundin…

Einmachglas 8: Da steckt wirklich Marmelade drin. Und zwar Erdbeermarmelade mit Rharbarber. Früher haben wir den Rharbarber immer in einen Topf Zucker gesteckt und roh gegessen – das ist mir heutzutage aber wirklich zu „hardcore“! Hat uns das als Kindern eigentlich wirklich geschmeckt, oder haben wir uns nur gefreut an eine Extraprotion Zucker zu kommen? Ich vermute eher, wir haben uns über den Zucker gefreut und unsere Eltern, dass wir freiwillig Obst gegessen haben. Ich fand Menschen früher echt total beeindruckend, die alles mögliche in Einmachgläser abgefüllt haben, dass kommt zum Glück wieder in Mode. In Österreich gibt es zu diesem Thema auch eine schöne Aktion: Zero Waste Jam! Vielleicht schwappt das ja bald zu uns nach Deutschland. Und heute? Ich bin zwar noch immer nicht erwachsen, aber immerhin bekomme ich es auch hin, Dinge in Gläser abzufüllen und damit anderen Menschen eine Freude zu machen (Menschen, die Brötchen essen zum Beispiel) – und so stehe ich bei netten Menschen im Kühlschrank, und werde so selbst hin und wieder zu einer Erinnerung!

Nun ja – ich habe etwas mehr als 30 Jahre gebracht, um mich an so eine banale Sache wie Erdbeeren, Rhabarber und ein paar Einmachgläser zu trauen, was mir wieder aufs Neue bewiesen hat:

Die meisten Menschen haben eine ganze Menge drauf! Es ist nicht unbedingt der Mangel an Können, der uns hin und wieder bremst, es ist unsere Einstellung!

Peppa Jam

Peppa Jam

 

Schönen Start in Eure Woche!

Peppa´s Summer Salad

Peppa´s Summer Salad

Peppa´s Summer Salad

 

So kann das Wetter bleiben! Und weil es heute so schön ist, kommt heute auch ein sommerliches Rezept. Ihr könnt da etwas mehr rauskitzeln, wenn ihr das Dressing mal etwas fruchtiger gestaltet, anstatt den armen Mozzarella immer mit dem ewig gleichen Balsamicoessig zu langweilen. In Holland habe ich einen kleinen Laden gefunden, der sich auf Essig & Öle spezialisiert hat. Den Salat habe ich zum ersten Mal mit einem Mango & einem Tomatenessig ausprobiert, wer aber grade kein Fachmann vor Ort hat, kann es auch wie folgt machen.

 

Mangodressing:

1 reife Mango

1 Stück Ingwer

1 Chili

Salz

Pfeffer

1 EL Olivenöl

 

Die Mango schälen und alle Zutaten mit dem Zauberstab pürieren.

 

Himbeerdressing:

1 Schälchen Himbeeren

Salz

Pfeffer

1 El Zitronensaft

2 EL Sojasoße

1 EL Olivenöl

1 EL ganz kleingehackter Rosmarin

Die Himbeeren Purieren und durch ein Sieb streichen. Dann mit den restlichen Zutaten vermischen.

 

Was benötigt ihr noch?

Verschiedene Salate: Rucola, Pflücksalat, Endiviensalat

Büffelmozzarella

Ziegenfrischkäse

Schafskäse

Paprika rot & gelb

1 EL Honig

Frischgemahlener Pfeffer

Grobes Meersalz

 

Auf einer großen Platte den gewaschenen Salat verteilen. Den Mozzarella in Scheiben schneiden, und auf einer Seite der Platte auf dem Salat verteilen, den Schafskäse zerkrümeln und an einer anderen Stelle des Salates verteilen. Ihr teilt die Platte sozusagen in 3 Bereiche ein – den Ziegenfrischkäse auf der letzten Stelle mit Hilfe von 2 Löffeln verteilen.

Die Paprika in ganz kleine Würfel schneiden und über den Käse geben. Farblich sieht es schön aus, wenn ihr auf den Ziegenkäse nur gelbe Paprika gebt, auf den Mozzarella die roten Paprikawürfelchen und auf den Schafskäse von beiden Farben etwas verteilt.

Das Himbeerdressing auf dem Ziegenfrischkäse verteilen, das Mangodressing auf dem Schafskäse und etwas von beiden Dressings über den Mozzarella verteilen.

Den Honig über den Ziegenfrischkäse träufeln. Über die gesamte Platte frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer streuen.  Zitronenspalten dazu reichen. Fertig.

Dazu schmeckt gegrillte Hähnchenbrust oder Garnelen. Nein – Brot ist noch immer böse! 😉

 

 

 

Summer Salad

Summer Salad

Männer, guckt bitte mehr Pornos!!!

Und ich dachte bisher immer Amerikaner wären oft oberflächig und einfach gestrickt! So kann sich auch eine Peppa täuschen…. Ich nehme alles zurück und rufe hiermit alle Männer dazu auf mehr Pornos zu gucken! Ihr müsstet das dann aber bitte auf „Pornhub.com“ machen, ok? Das ist zwar eine amerikanische Plattform, aber etwaige *uuuuhs* *aaaaaahs* *yeeeeees* & *haaaarder* sind ja in jeder Sprache zu verstehen, nicht wahr? Ausserdem kommt es ja auch nicht auf den gesprochenen Text an. Sollte euch die Sprache dennoch irgendwie aus dem Konzept bringen, könnt ihr ja auch noch auf mute schalten und einfach nur die Bilder auf euch wirken lassen! Hey – ich gebe nur praktische Tipps, um euch den Aufenthalt auf dieser Plattform so angenehm wie möglich zu machen!

Ach so – ihr wollt wissen, warum ihr unbedingt auf dieser Plattform die Pornos gucken sollt, die ihr euch ja sonst auch auf keinen Fall ansehen würdet? Ganz einfach: Die Betreiber dieses Porno Portals hatten eine wirklich kreative Idee: „America gives Wood“  (welch schönes Wortspiel. Alleine dafür vergebe ich 5*) Für jedes 100. Video, das unter der Kategorie „Big Dick“ angeklickt wird, pflanzen die Betreiber dieser Plattform einen Baum! Jetzt kommt ihr! Ist das nicht eine tolle Idee? Porn goes green! Und was ich ganz besonders schön finde? Es muss ganz viele umweltbewusste Pornogucker Baumfreunde geben, denn die User haben bereits 12.000 Bäume auf dem Konto, die jetzt gepflanzt werden sollen, um die grüne Lunge unseres Planeten zu unterstützen! Toll!

Ihr könntet ja vielleicht auch eure Partnerinnen um Unterstützung bitten, wenn ihr zu zweit eure Klicks verteilt, dann könntet ihr innerhalb des nächsten Wochenendes auch auf mindestens 100 Klicks kommen. Wer kann schon von sich sagen, dass er sich übers Wochenende einen Baum gepornt hat? Das klingt doch auch wesentlich spannender, als am Montag damit zu prahlen, wie viel Fleisch auf dem Grill gelandet ist – zumal das nämlich gar nicht gut für Mutter Erde ist! Bei aller Euphorie für das tolle Grillwetter, müsst ihr immer im Hinterkopf behalten, dass 1 KG Fleisch 36 Kilogramm Kohlendioxid verursacht, das entspricht einer 250KM langen Fahrt auf der Autobahn. Sehr ihr?

Guckt lieber Pornos und macht unsere Welt etwas besser! Ich mache mir auch gar keine Sorgen darum, wohin all diese Bäume sollen – im Regenwald ist leider mehr als genug Platz vorhanden. Und wenn ich so darüber nachdenke, sollten sich die Betreiber der Pornoplattform eventuell noch mit den Hippies von „Fuck the Forest“ zusammentun! Vielleicht sollte ich da unterstützend tätig sein, um sicher zu gehen, dass die wirklich zusammenfinden. Ich mach mich gleich mal daran eine entsprechenende Mail zu verfassen! Ich zähl auf euch! 😉

Big Dick Hands für diese wirklich ausgesprochen tolle Idee! Ich versuche mich wieder einzubekommen, und gehe zurück an meine Arbeit. 😀 Immerhin hat es mich zum Lachen gebracht, wenn ich euch ein Schmunzeln entlocken konnte, habe ich meine gute Tat für heute auch schon vollbracht!

Habt ein schönes Frühlingswochenende, genießt die Sonne und habt Spaß!