Die Vernünftigen halten bloß durch – die Leidenschaftlichen leben…

Ihr seid wirklich erstaunlich. Das seid ihr wirklich. Ich danke euch, dafür das ihr da seid. Für eure Worte, eure Mails, euren Zuspruch und eure Zeit! Einige von Euch kennen mich Jahre, andere erst Monate, aber ich habe mich wirklich sehr gefreut, über jedes einzelne eurer Worte!

Was ist mit mir, wie geht es mir. Ich möchte euch die Antwort nicht schuldig bleiben, also here we go.

Fangen wir sachte an, ok? Herzschmerz habe ich in den letzten Tagen genug gehabt. Und dieses Kapitel ist auch nicht abgeschlossen. Was habe ich heute gemacht? Ich habe gelesen, ich habe gestrichen. In meinem speziellen Fall habe ich gemerkt, dass Streichen eine wunderbare Tätigkeit ist, um mir Gedanken zu machen. Das war ein Selbstversuch. Ich bin froh, dass ich noch viel Farbe habe und noch genügend streichbare Dinge vorhanden sind. Was darauf schließen lässt, dass ich noch immer nicht zu Ende gedacht habe. Nun ja. Wie ihr seht, bin ich noch immer etwas wirr, aber besser wird das mit mir vermutlich auch nicht mehr. Sagen wir es so: Ich denke sehr viel nach. Ob ich das Richtige mache, weiß ich nicht. Eine Stimme sagt ja, die andere traut sich nichts mehr zu sagen.

Was ich in den letzten Tagen festgestellt habe: Es lässt sich nicht alles rational-vernünftig erklären. Und Dinge, die man früher für sich ausschließen konnte, sind heute nicht mehr abwegig, sondern haben etwas so unverzichtbares an sich. Meine Welt steht auf dem Kopf. Ich denke darüber nach, ob einem ein Mensch eigentlich „Alles“ geben kann. Ich denke nicht. Nein, ich bin mir sogar sicher, dass es nicht geht.

Was, wenn Du von einem Menschen so gefangen bist, der Dir aber so weh getan hat, dass es unverzeihlich wäre, diesem Menschen einen Platz in Deinem Leben zu geben. Wenn dieser Mensch es aber auch schafft, dass es Dir mit ihm trotzdem soviel besser geht, als wenn er gar nicht mehr da wäre. Was wenn beide Menschen das nicht erklären können, und es nicht erklären wollen. Was aber passiert, wenn man sich wirklich darauf einlässt, und hinterher noch viel mehr Scherben und Steine aus dem Weg zu räumen sind?

Spätestens hier – wäre ich unter normalen Umständen aus diesem Text ausgestiegen, hätte der Schreiberin zu einem guten Therapeuten oder einem großen Glas Weißwein (passt grade besser zum Wetter) geraten. Eventuell sogar zu beidem auch in dieser Reihenfolge!  Da es sich bei der Schreiberin aber um mich handelt, fällt zumindestens der Punkt mit dem Aussteigen flach. Und da ich mich für sehr zurechnungsfähig (ich warne euch….) halte, verzichte ich auch auf den Therapeuten, würde das Glas Wein aber dankend annehmen. Rede ich mir die Dinge jetzt schön? Versuche ich mir es selbst einfach nur erträglich zu machen? Ich will immer alles bis ins letzte Detail wissen. IMMER & ALLES. Warum, wann, wieso? Nun, ich werde  auf diese Frage keine Antwort bekommen.

In Dir muss brennen, was Du in anderen entzünden willst. Jetzt, liebe Stimme der Vernunft, sag mir doch mal, ob ich etwas entzünden will, oder einfach nur vor mich hin brenne, ohne noch weiter zu entzünden. UND – die Frage aller Fragen, ob ich damit leben kann und will. Soll ich euch etwas sagen? Diese Stimme ist auch im Urlaub. Diese Stimme ist einfach verreist, hat dabei weder gesagt wo sie hin will, noch wann sie wiederkommt. Ich weiß nicht mal, ob sie wieder kommt und ob ich sie dann überhaupt noch haben will.

Wie ihr bemerkt haben werdet. Ich weiß, dass ich nicht viel weiß. Aber einer Sache bin ich mir jedenfalls sicher. Ich werde dieses eine Mal wirklich nur auf mein Herz hören, denn das ist zwar leidensfähig, aber auch nur bis zu einem gewissen Punkt. Und vermutlich war ich es auch, die ihrer Stimme der Vernunft einen 5 Sterne AI Urlaub gebucht hat, und es danach einfach wieder verdrängt hat, weil hier nun mal wirklich ein paar Dinge gestrichen werden müssen. Aber langsam begreife ich, dass es manchmal ein paar Tage dauert, bis ich dazu in der Lage bin, wirklich wütend zu werden…

Mit dem Herzen erkennen wir Wahrheiten, die wir mit dem Verstand allein nicht erkennen.

Blaise Pascal

Vielen Dank nochmal!

Eure löungsmittelgedämpfte Peppa

 

 

 

 

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2 Gedanken zu “Die Vernünftigen halten bloß durch – die Leidenschaftlichen leben…

  1. Ich möchte nun mal diverse tolle Weisheiten weg lassen zudem kann ich mir die ersparen weil ich im Prinzip keine Ahnung habe wie du dich fühlst. Das kann niemand denn niemand steckt in dir drinn.
    Es geht dir nicht gut das ist Fakt. Lass es zu auch das muß mal sein. Egal ob du weinst, schreist, die Wände anstarrst oder kleine Totenköpfe und Schimpfwörter auf einen Zettel kritzelst, lass es raus… (Der Weißwein passt auch dazu… egal was du machst… )
    Ganz lieben Gruß, Michaela

    • Danke Michaela! Solche Worte sind schön. Es ist ja auch so, dass die abgedroschensten Sätze am Ende immer stimmen. Zeit heilt alle Wunden. Irgendwann tut es nicht mehr weh! Stimmt immer. Auch wenn man sich das manchmal verdammt doll einreden muss.

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