Let´s keep this little magic!

Heute morgen auf der Fahrt zur Arbeit, lief der neue Coldplay-Song im Radio. Ich habe es vorher schon mal gehört, aber eben nicht bewusst und auch ohne auf den Text zu achten.  So habe ich dann um halb 7 einen wohlig, warmen Schauer verspürt, weil mich die Zeilen mitten ins Herz getroffen haben.

Ja, ich weiß. Eine gefühlsduselige Peppa am frühen morgen ist anstrengend, aber ich wollte Chris Martin hier jetzt keinen Liebesbeweis darbringen. Keine Sorge. Es ist mehr DAS Gefühl, das mich im Moment nicht losläßt. Welches Gefühl ich meine?

Und um das gleich vorne weg zu sagen: Nein, ich kann es nicht gut beschreiben. Ich versuche es mal so: Ich befinde mich in einer Warteschleife. Dieses Warten fühlt sich schlecht und gut an. Es sitzt mitten in der Brust und pocht. Abstellen geht nicht. Ich hasse Klischeedenken, aber beim Lesen eurer Blogs heute morgen, kam ich mir heute irgendwie vor, als hätte ich das geschrieben. Und das sogar bei einem männlichen Blogger. Sind wir am Ende eigentlich doch alle gleich?

Ja – ich weiß, wir sind alle unterschiedlich, obwohl wirklich? Sind wir das? Wenn ich mir meine Geschlechtsgenossinnen so ansehe, dann stelle ich in letzer Zeit immer öfter fest UND JETZT spreche ich nur für mich, das es doch viele dieser „Art“ gibt:

Ich bekommen etwas, das ich mir unendlich gewünscht haben. Bevor ich es aber tatsächlich bekommen habe, fand ein Peppa-Idealisierungsprozess statt. Was mache ich dabei? Ich denke kopflos, aber herzvoll. Im herzvollem Denken bin ich Profi. Da macht mir keiner etwas vor, ausser ich mir selber. Ich hebe Dinge in den Himmel. Stelle sie auf ein wild-blinkendes Podest und alles dreht sich plötzlich nur noch um diese eine Sache. Klar, ich könnte das jetzt relativieren, und schmälern, aber das würde dann nicht mehr der Realität entsprechen. Ihr bekommt also die schonungslose Wahrheit, und müsst damit Leben – so wie ich auch 😉

Herzvolles Denken ist anstrengend aber schön! Allerdings nur bis zu dem Zeitpunkt, bis etwas nicht mehr so läuft, wie ich es mir so mühevoll herbeigedacht habe. Dann werde ich nämlich zu einem kleinem, bockigen Teufel. Entweder schrei und zeter ich dann, oder ich bin still. Ganz still. Und jetzt bewegen wir uns ganz direkt und ohne Umwege in die Leidens-Phase. Da mache ich es mir immer besonders gerne bequem, obwohl ich es hasse! In dieser Phase meldet sich mein blondes Köpfchen sogar ab und an. Ganz nette Abwechslung, aber ich kann meinen Kopf total gut ignorieren.

Bevor ihr mich an einen Therapheuten überweisen wollt – es gibt wirklich noch andere Frauen, die so ticken. Wenn wir alle zum Therapheuten gehen würden, könnten die Leute mit wirklich echten Problemen vor 2064 keinen Termin mehr bekommen.

Ich habe sogar eine Lösung für mein Problem! Ja – da staunt der Peppa-Laie, und der Peppa-Fachmann wundert sich! Es ist nämlich so:

Die Erwartungshaltung sollte drastisch gemindert werden.

Eine Portion Realität sollte in Gedankengänge mit aufgenommen werden.

Schreien und zetern führt zu gar nichts, daher sollte das unterbunden werden.

Und auf Platz 1:

Wenn Frau etwas bekommt, was ihr gut tut, dann sollte sie das annehmen und PERIOD

Schluss Aus Ende

Wieviel Zeit verbringen wir damit, auf andere Leute zu warten. Das ist ja weiter nicht schlimm, es kostet nur Zeit. Aber wieviel Zeit verbringen wir damit, anderen „einzureden“ was sie denken und fühlen wollen sollen? Unbewusst oder bewusst. Das sollte man nicht machen! Leider, leider, leider machen wir einige andere Dinge dagegen viel zu selten. Danke sagen und Leuten das Gefühl geben wichtig zu sein.

Alles im Leben kommt doch, wie es kommen soll. Sicher können wir in die ein odere andere Richtung lenken. Aber im Prinzip bleibt es magisch, und ich daher immer herzvoll!

 

Call it magic

Call it true

I call it magic

When I’m with you

And I just got broken

Broken into two

Still I call it magic

When I’m next to you

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10 Gedanken zu “Let´s keep this little magic!

  1. Du gehst immer so verschwenderisch mit Deinen Tags um. Bei anderen Bloggern kann man sich meist etwas zusammen reimen. Bei Dir ist schwieriger aber wahrscheinlich beabsichtigt.
    Als ein Kopfmensch, der seinen Bauch nur sehr selten nutzt kann ich Dir nur raten Dir selbst treu zu bleiben. Wenn Dein Bauch entscheidet, dann ist das nun einmal so und ist wahrscheinlich Teil der Peppa Experience. Im positiven Sinne werden die Menschen Dich dafür lieben und im negativen Sinn dafür hassen. Aber Du bist authentisch. Nur Authentizität wird sich langfristig durchsetzen. Das heisst nicht, dass Du den Kopf nicht benutzen sollst oder ich nicht den Bauch, aber wir müssen realistisch bleiben. Ich werde nie ein Bauchmensch werden, auch wenn ich es manchmal gerne wäre. Und eine Kopfmensch-Peppa wäre wahrscheinlich auch nur eine schlechte Kopie des Originals.

    • Wenn ich die Möglichkeit habe, aus mehreren Dingen zu wählen, dann nehme ich diese gerne wahr. Vielleicht begründet sich meine chaotische Tagauswahl auch so. Ich kann es mir nicht mal im Ansatz vorstellen, nur so zu handeln, wie mein Kopf es mir sagt. Ich stelle mir das – nun ja – nennen wir es vorsichtig „kalt“ vor. Aber an manchen Tagen würde ich gerne den Kopf einschalten und das Herz ganz bewusst aus. Das geht aber leider auch nicht. Das ist ein sehr schönes Kompliment! Danke Dir! Damit habe ich heute schon 3 bekommen. Das sollte mich für die Dinge, die ich mir wegen meiner Herzdenkerei eingebrockt habe eigentlich entschädigen. 😉 Ich mag Deine Kommentare! (und das schreibe ich nicht, wegen dem Kompliment)

      • Mit dem „kalt“ kommt schon hin. Ich vergleich es gerne mit einer Kurve. Bei einem Kopfmenschen sind die Ausschläge nach oben aber auch nach unten gering (beim einen mehr und beim anderen weniger). Ein Bauchmensch ist wesentlich „wärmer“. Die Kurve hat wesentlich stärkere Ausschläge, sowohl nach oben als auch nach unten.
        Aber auch ein Kopfmensch bleibt von der Herzdenkerei nicht verschont. Allerdings gibt es auch da positive und negative Ausschläge. Und das Warten ist genauso bescheiden.

      • Das hast Du schön formuliert! Meine Kurve könnte spielend mit einer Achterbahn mithalten.Das meinte ich auch damit, dass es ganz schön emotional anstrengend sein kann. Ich habe zum Glück eine gute Kopfmensch-Freundin, die holt mich auf sehr direkte Art & Weise gerne auf den Boden der Tatsachen zurück. Auch wenn ich es manchmal etwas weniger direkt bevorzuge, geht es mir nach ihren Kopfwäschen immer etwas besser! Zum Glück hat sie sich damit abgefunden, dass ich nunmal so ticke und wird es auch nicht leid, mich ab und an mal wieder in Richtung Realität zu schubsen. Es wäre wirklich schön, wenn man schneller warten könnte 🙂

  2. Pingback: Es wäre wirklich schön, wenn man schneller warten könnte | Omnis amans amens

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