Was mich traurig macht: Ein Blick nach Japan

Ich bekomme seit langem schlechte Laune, wenn ich Nachrichten gucke. Ich mach es trotzdem, denn nur weil ich nicht hinsehen, hört die Welt nicht auf schlecht zu sein. Gestern war meine absolute Obergrenze aber wieder mal mehr als überschritten, denn es kam ein Bericht über die Delfinjagd in der Buch Taiji in Japan.

Das macht mich so fassungslos traurig und wütend, dass mir beim Anblick dieser Bilder die Luft wegbleibt. Wie können Menschen so schlecht sein? Die Tiere werden in die Bucht getriebe, dann werden die Tiere begutachtet, denn die schönsten Exemplare werden gefangen und an Delfinarien und Freizeitparks verkauft. Als wenn man diese Tiere überhaupt an einem Preis messen könnte. Niemals im Leben würde ich in ein Delinarium gehen, und diese Tierquäler mit meinem Eintrittspreis unterstützen.

Die Tiere haben keinen Spaß, wenn sie für Zuschauer alberne Kunststücke vorführen. Die leiden Höllenqualen, weil sie aus ihrer Heimat gerissen wurden. Diese Tiere bringen sich in Gefangenschaft um, indem sie immer wieder mit vollem Schwung gegen die Wände ihrer Becken schwimmen, weil sie es einfach nicht ertragen können eingesperrt zu sein. Ein Delfin ist ein intelligentes Säugetier und kein Poolbewohner.

Die Blödheit der Menschen scheint daran Schuld zu sein, dass es überhaupt Delfinarien gibt. Es gibt für mich KEINEN Grund dafür, und ich finde das einfach nur entsetzlich. Die anderen Delfine, die in dieser Bucht nicht gefangen und anschließend verkauft werden, werden brutal abgeschlachtet. Aus Spaß an der Freud. Das passiert jedes verdammte Jahr. Niemand unternimmt etwas dagegen. Das ist leider die traurige Wahrheit.

Wer in seinem Leben schonmal mit Definen geschwommen ist, wird mich vielleicht verstehen. Es ist nicht in Worte zu fassen, wie klein und unbedeutend man sich neben diesen schönen Tieren vorkommt. Da begreift man, wie schön unsere Natur ist. Ich durfte das zum Glück schon einige Male erleben, aber meine schönste Erinnerung war eigentlich die Frau, die nicht mehr aufhören konnte zu heulen, weil sie so überwältigt war, diese Tiere alleine vom Zodiac aus zu beobachten 😉

Ich bin gerne bereit wieder viel Wasser zu schlucken, um ihnen wieder so nahe zu kommen, und umso mehr verachte ich Japan, das diese Tiere zu Tausenden töten und damit jedes Jahr die Bucht 700KM südlich von Tokio in ein Blutbad verwandelt.

Wer starke Nerven hat, kann sich die Dokumentation „The Cove“ (Deutsch: die Bucht) von Regisseur Louie Psihoyos und dem Tierschutzaktivsten Richard O´Berry ansehen. O´Berry war früher selbst Delfintrainer, ist aber aufgewacht als eines der Tiere, die früher in Flipper zu sehen waren, Selbstmord beging.

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6 Gedanken zu “Was mich traurig macht: Ein Blick nach Japan

  1. Ich bin auch kein großer Freund von Aquarien und Co. , ja ich geh gerne mal in den Zoo, wobei ich da bei manchen Gehegen auch sehr Skeptisch bin!

    Und Delfine beobachtet man am besten in ihrer Freiheit. Da schwimmen sie mit dem Boot, springen herum und das macht doch viel mehr Spaß als traurigen Tieren dabei zuzusehen wie diese durch irgendwelche brennenden Ringe springen zu müssen.

  2. Das ist in der Tat unfassbar! Und wieder einmal erkennt man, wie brutal die Menschheit ist. Was uns bleibt ist, die Menschen zu unterstützen, die sich gegen einen solchen Wahnsinn einsetzen.

  3. Mich macht sowas auch total wütend und richtig richtig böse. Kein Tier sollte irgendwo wider seiner Natur eingesperrt sein. Mit diesen Menschen und denen, die sich das ansehen/davon profotieren, sollte man haargenau das selbe machen. Das einzig gute ist, die Natur schlägt immer zurück, immer und irgendwann werden diese **** ihre Strafe bekommen.

  4. Pingback: Warum Menschen grausam sind: Blackfish | Peppa loves 2 cook

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