Dear Mr. President

Come and take a walk with me. Erinnert ihr Euch noch an den Song von PINK! ? Es war Pinks gesungener offener Brief an George Bush, in dem sie ihrer Wut über dessen Politik Luft macht. Und das so deutlich & direkt, wie es sich kaum ein Künstler vor ihr getraut hat.  Ich finde ihn nach wie vor super, allerdings hat sich PINK! In den USA keinen sonderlich großen Gefallen damit getan. In Talk Shows wurde ihr vorab sogar verboten über dieses Lied zu sprechen… Das erinnert mich immer an das Kinderspiel: Was ich nicht sehe, ist auch nicht da – aber wie dem auch sei – auf das Thema bin ich eigentlich gestern abend gekommen, als wir uns die 2. Folge der Serie „House of Cards“ angesehen haben.

Kurz zum Inhalt: Kevin Spacey spielt darin einen den sehr erfolgsorientierten (positiv ausgedrückt), machtgeilen (ehrlich ausgedrückt)  demokratischen Kongressabgeordneten Frank Underwood. Dieser hatte sich große Hoffnung auf den Posten des neuen US Außenministers gemacht, der ihm eigentlich bereits versprochen war. Der neue President hat aber einen anderen Favoriten mit diese Stelle betraut, und so guckt Frank in die Röhre. Nun setzt er alle Hebel in Bewegung, um sich dafür zu rächen…. Seine Mittel und sein Wissen sind ihm dabei nicht nur sehr hilfreich, sondern auch seine Ehefrau Claire unterstützt in tatkräftig bei seinem Plan. Super Polit-Thiller, einzig das Verhältnis der 2 Eheleute finde ich noch ein wenig seltsam, aber vielleicht klärt sich das in der Zukunft für mich auf. Die Rolle wurde Spacey wirklich auf den Leib geschrieben – ich finde sie genial und freue mich auf die weiteren Folgen. Allerdings ist es mir ein Rätsel, warum  SAT1 diese Serie sonntags um 23:15 Uhr zeigt. Wer guckt um diese Zeit noch Fernsehen, wenn man berufstätig ist und morgens früh aufstehen muss? Und nicht nur das, warum müssen alte Polizei / Krimi Serien davor gezeigt werden? Komische Logik und ein Hoch auf Festplattenreceiver.

Aber zurück zum Thema. Der Mord an Präsident Kennedy ist diesen Monat, am 22. November bereits 50 Jahre her. Aus diesem Grund kommen zur Zeit allerlei Dokumentationen über ihn, sein Leben, seine  Familie und Co. Für mich war es in den letzten Jahren zu beobachten, dass die letzten Präsidenten der USA – im speziellen Clinton-Bush und dann Obama immer mehr zu Monstern mutieren. Wie ich das meine. Nun ja – wie haben früher alle auf den Clinton geschimpft, Sex Affaire mit der Lewinsky, die er peinlicher weise erst abgestritten hat, um sie später dann doch zugeben zu müssen. Bush – den jeder noch in Erinnerung hat, wie er zum Zeitpunkt der Flugzeugeinstürze in die Twin Towers, seelenruhig in einem Kindergarten saß und ein verkehrtherum- gehaltenes Buch in den Händen hieltt und jetzt Obama, der das Land in die völlige finanzielle Krise gerissen hat. Zu seinen Wahlversprechen schreibe ich mal lieber erst gar nichts…. Obwohl dieser, im ersten Moment total symphatisch wirkender Mann, mit seiner „Yes- We Can“ Phrase eigentlich für positive Veränderung stand, haben mittlerweile fast die Hälfte der Amerikaner das Vertrauen in ihren Presidenten verloren. Die Frage ist aber: Who comes next? Und: Macht ein neuer President es wirklich besser, oder wird es noch schlimmer werden?

Mit welchem Presidenten würdet ihr euch gerne mal unterhalten? Washington, Lincoln, Roosevelt, Hoover, Eisenhower,  Nixon, Carter, – Auswahlmöglichkeiten gibt es ja exakt 44 – dennoch würde ich mich für die Nummer 35 entscheiden: JFK

Es gibt ja viele Verschwörungstheorien, die sich um das Attentat auf JFK ranken – und tatsächlich stinkt die ganze Unersuchung, die damals stattfand zum Himmel und führte wohl dazu, dass die Wahrheit nun niemals wirklich aufgeklärt werden wird. Fest steht allerdings, da möchte ich mal kurz Herrn Wikipedia zitieren:

Die Kommission kam ein Jahr später zu dem Schluss, dass Oswald der alleinige Täter sei und es keine Verschwörung zur Ermordung Kennedys gegeben habe. Weitere Untersuchungen ergaben jedoch, dass die staatlichen Organe FBI, CIA und Secret Service erhebliche Informationen vor der Warren-Kommission geheim gehalten hatten, die zu einem anderen Ergebnis hätten führen können. Auch wird stark bezweifelt, dass die Warren-Kommission selbst überhaupt Interesse an der Aufklärung des Attentats hatte, da ihre Mitglieder von den diversen staatlichen Institutionen abhängig bzw. sogar deren Mitglieder waren.

Sowas hinterlässt für mich einen faden Beigeschmack, aber mit Untersuchungskomissionen hat es die USA ja leider nicht so  – das kennen wir ja auch noch von 9/11… Die Akten über das Attentat auf Kennedy bleiben übrigens noch bis 2017 unter Verschluss. Nun ja – 54 Jahre müssten eigentlich auch reichen, um zu vertuschen, was man vertuschen wollte – warum sonst sollte man Akten so lange unter Verschluss halten?

Ich als Frau würde Kennedy gerne ein paar Fragen stellen, darunter aber eine, die nichts mit Politik zu tun hat, sondern das Gossip Girl in mir kitzelt: Mr. President, hatten sie wirklich eine Affaire mir Marilyn Monroe?

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2 Gedanken zu “Dear Mr. President

  1. Eigentlich schon krass, wie man innerhalb von kurzer Zeit vom Superman zum absoluten Buhman werden kann. Auf der anderen Seite möchte ich mit Obama keineswegs tauschen, leicht machens ihm die Amis und seine Politikerkollegen nicht gerade.
    Ich würde gern mal den Herrn Lincoln treffen.
    LG, Ella Hoff es geht dir gut!

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