Peppa´s Chicken Crossies

Peppa´s Chicken Crossies

Peppa´s Chicken Crossies

 

Lecker – einfach und NICHT frittiert. So macht ihr ganz schnell würzige Chicken Crossies:

 

500g Hühnchenbrustfilet

1/2 Tüte Paprikachips (die billigen von Al** schmecken mir für diese Zubereitung am besten)

1 Ei

Salz, Pfeffer, Paprikapulver

1 Tropfen Mad Dog Soße (ersatzweise auch Tabasco – dann aber mehr benutzen, die Mad Dog Sauce hat 6 Millionen (!!!) Scoville Tabasco hat nur 2.500 Scoville)

etwas Mehl

1 Gefrierbeutel

 

Das Fleisch in kleinere Stücke schneiden. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver ordentlich würzen, mit Mehr bestäuben und vermengen. Das Ei in einer kleinen Schüssel verquirlen und mit 1 Tropfen Mad Dog Soße würzen.

Die Chips in den Gefrierbeutel füllen und mit einem Nudelholz oder mit reiner Muskelkraft zerbröseln. Anschließend ebenfalls in eine kleine Schüssel füllen.

Die Fleischstücke zuerst durch das Ei ziehen und dann in die Chipsbrösel legen und kräftig von allen Seiten andrücken.

Die fertig „panierten“ Fleischstücke auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im vorgeheizten Backofen bei 185°C backen.

Dazu schmeckt ein gemischter Salat und die BBQ Sauce, die auf dem Foto zu erkennen ist. Die Sauce ist normalerweise nur in den USA erhältlich, kann aber auch beim Onlineriesen bestellt werden. Für mich die beste BBQ, die es gibt!

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Peppa´s Roastbeef mit selbstgemachter Remoulade

Peppas Roastbeef

Peppas Roastbeef

Machs mal edel 🙂 Das Gericht verschiebe ich gleich direkt in die Kategorie „Christmas-Specials“ warum? Ganz einfach. Für dieses Gericht muss man nicht kochen können, es ist super vorzubereiten und mit ein paar Kleinigkeiten wie, frischem Baguettebrot, Salt, hart gekochten Eiern oder einem zweiten Dip dazu (z.B. Meerrettich-Preiselbeer-Dip) lässt sich da ganz schnell eine feine Vorspeise zu zaubern. Mit Bratkartoffeln und Gemüse wird das Roastbeef zum deftigen Hauptgericht.

Das rezept in pdf. Format gibt es hier.

Zutaten:

1KG Roastbeef (beim L*dl sind gerade „Deluxe Wochen – ist also auch im normalen Supermarkt erhältlich)

Salz & Pfeffer beides frischgemahlen

Öl

Ofenthermeter oder Fleischthermometer

Das Fleisch in einer großen Pfanne in heissem Öl von allen Seiten kurz anbraten. Nein – das dient nicht zum schließen der Poren! Fleisch hat keine Poren  ich werde immer wahnsinnig, wenn ich diesen Schwachsinnssatz höre. Es gibt nur 2 Regeln, die hier befolgt werden müssen: 1. Das Fleisch nicht anstechen (also nicht mit der Gabel drin rumpieken, wenn das Fleisch gedreht werden muss, dann mit einer Zange arbeiten) 2. Das Fleisch erst hinterher salzen & pfeffern. Wer beide Regeln befolgt hat, kann das Fleisch in den auf 200° vorgeheizten Backofen legen. Jetzt darf das Fleisch einmal mit dem Thermometer „gepiekt“ werden und die Temperatur vom Backofen sollte direkt auf 160°C runtergeschaltet werden.

Ich mag es gerne rosa – aber nicht blutig. Wer es lieber blutig mag, lässt das Fleisch im Ofen, bis das Thermometer eine Kerntemperatur von ca. 50°C anzeigt. Den Backofen ausschalten und das Fleisch aus dem Ofen holen, wenn eine KT von 60°C erreicht hat. Ich schalte den Ofen einfach etwas später aus – allerdings sollte man sich deutlich unter 70°C bewegen.

Das Fleisch schmeckt warm und kalt und am besten eben mit der Remoulade:

½ Becher Creme Fraiche

1 EL Petersilie

1 EL Kapern

2 Eigelb

1 EL Essig

1 EL Senf

1 TL salz

3-4 kleine Dill Gürkchen aus dem Glas

1 kleine rote Zwiebel (weiß geht auch)

Rapsöl

Salz & Pfeffer

Alle Zutaten bis auf das Öl in ein hohes Rührgefäß geben und mit dem Zauberstab durchmixen. Das Öl nach und nach zugießen, bis einem die Konsistenz zusagt, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Der Preisselbeer-Dip geht ganz einfach, dazu müssen nur die folgenden Zutaten miteinander verrührt werden:

½  Packung Frischkäse mit Meerettich

½ Glas Meerettich „scharf“

2 EL Preiselbeere

Wer ist hier spießig?!?

Eine typische Weihnachts-Kinheitserinnerung von mir ist „Schnüpperle – 24 Geschichten zur Weihnachtszeit“.  Jeden Tag hat meine Mutter mir eine Geschichte vorgelesen, und zwar jedes Jahr. Das gehörte für mich genau so zu Weihnachten, wie meine Weihnachtsschallplatte von den Schlümpfen. Irgendwann scheint es da einen großen Knall gegeben zu haben (den ich echt nicht gehört habe) oder das Raum Zeit Gefüge hat sich einfach ganz leise verschoben, und deswegen habe ich von dieser plötzlichen Veränderung nichts mitbekommen.

Wenn ich Schnüpperle als Beispiel nehme, dann hat der sich eine Nacht vor dem ersten Dezember so wahnsinnig auf seinen Adventskalender gefreut, dass er kaum schlafen konnte. Stundenlang hat er ihn betrachtet und sich Gedanken darüber gemacht, welches Säckchen er morgen wohl aufmachen sollte. Am 01. Dezember ist er aus dem Bett gesprungen und ist zusammen mit seiner Schwester natürlich als erstes zu seinem Kalender gelaufen:

»Welchen Beutel nimmst du?«, fragt Schnüpperle.

»Oh, ich weiß nicht! Oh, welchen nehm ich denn bloß?«

»Ich bin für Mitte«, sagt Schnüpperle.

»Da kommst du auch am besten dran.«

»Gar nicht wahr, unten genauso gut.«

»Ich bin für oben, genau der Reihe nach«, sagt Annerose und zieht

schon die Schleife auf.

»Schnüpperle! Mutter! Ein Pilz, ein Glückspilz aus Schokolade!«

In der Aufregung verknotet Schnüpperle die Schleife. »Mutter!

Mutter! Annerose! Es geht nicht! Ich krieg’s nicht auf!«

Mutter kann’s auch nicht, weil sie ihre Brille nicht hat.

Schnüpperle fängt an zu heulen. Da kommt Vater mit der Schere.

Und dann fährt Schnüpperle mit Daumen und Zeigefinger in den

Beutel: eine Marzipankartoffel, noch eine und noch eine.

»So viel! Ooch, so viel!« Schnüpperle zeigt seinen Reichtum

herum. »Ich hab mehr als du, Annerose!«

»Aber ich habe einen Glückspilz und du bloß Kartoffeln!«

»Aber aus Marzipan!«, sagt Schnüpperle und hat schon ganz

braune Finger vom Kakao. »Isst du deins gleich auf, Annerose?«

»Du?«

»Eine«, sagt Schnüpperle.

»Ich heb meinen Glückspilz auf, bis ich aus der Schule komme.«

Der geneigte Leser wird Schnüpperle wohl direkt für die Pussy vorm Herrn halten, weil er bei der erst besten Gelegenheit sofort anfängt zu weinen, aber mal ehrlich – gibt es heute noch Kinder, die sich wirklich über Marzipan-Kartoffeln freuen, oder ist diese Spezies Kind schon längst ausgestorben?

Als ich 11 Jahre alt war, hatte ich natürlich kein Handy bzw. Smartphone – das gab es auch noch gar nicht – zumindestens nicht in dem Umfang. Mein erstes Handy habe ich mir mit 18 gekauft, und meine Kindheit habe ich trotzdem überlebt. Warum sind also Eltern heutzutage der Meining, dass Kinder ein Handy brauchen? Wie soll ein Telefon ein Kind beschützen? Verstehe ich nicht – ich sehe aber tagtäglich, was Kinder mit ihren Handys machen. Sie sind auf Facebook, YouTube & Co. unterwegs und bewegen sich von einer Grauzone in die nächste, denn „kindgerecht“ ist das wenigste von dem, wofür sie sich meistens interessieren. Da werden Hardcore Pornos auf dem Schulhof getauscht, WhatApps im Unterricht geschrieben und gelesen, und der neue Trend nennt sich Sexting. 13-14 jährige Mädels machen Fotos (bevorzugt leicht bekleidet oder nackt) von sich, schicken diese dann „durch die Gegend“ und sind hinterher zu Tode betrübt, wenn der ganze Schulhof lacht.

Nimmst Du einem Teenie heute sein Smartphone weg, hört dieser im nächsten Moment praktisch auf zu existieren. Das Kind ist mit einem Schlag ausgelöscht. Als ich zur Schule geangen bin, habe ich auf dem Weg meine Freundin abgeholt, nach der Schule hat man sich für den Nachmittag verabredet und sich dann am verabredeten Ort einfach getroffen. Heutzutage: Undenkbar!

Bin ich eigentlich irgendwo „hängen“ geblieben, dass ich das alles nicht mehr normal finde? Was ist also, wenn ich Mutter werde? Soll ich meinem Kind ein Smartphone verbieten, und es damit direkt zum absoluten Aussenseiter machen? Geht auch nicht! Werde ich also auch so eine überfürsorgliche Mutter, die einen Fahrradhelm kauft, und eine Ortungs-App auf das Handy meines Kindes spiele, damit ich jederzeit weiß, wo es sich aufhält? Um erhlich zu sein: Ich weiß es nicht!

Um aber wieder zurück auf Schnüpperles Marzipankartoffeln zu kommen: Ich denke es gibt noch Kinder, die sich ebenso freuen würden wie Schnüpperle und seine Schwester, jedoch glaube ich auch, dass das nicht den Großteil aller Kinder ausmacht. Kinder werden heute immer mehr dazu erzogen, dass sie glauben Geld ist ein Rohstoff, der Eltern niemals ausgehen kann. Viel ist selbstverständlich und Dinge, die nichts oder nicht viel kosten, sind auch dementsprechend wenig wert – den idellen Wert einer Marzipankartoffel kann ich zwar nicht beziffern, dennoch denke ich, dass traditionelle  Adventskalender eher in den Hintergrund getaucht sind, weil sie einfach nicht mehr „gewünscht“ sind, und wenn ich mir die Zahl der massenkompatiblen Kalender ansehe, werde ich in dieser Vermutung auch irgendwie bestätigt: Sheepworld, Haribo, Kinder, Lego.

Also muss ich wohl damit abfinden, dass Jacqueline-Chantalle und  Marcel-Damian am Samstag ihren Sheepworld und Haribo Kalender öffnen, sich in ihre Hollister T-Shirts werfen, ihre (natürlich echten) Ugg Boots bzw. Vans überziehen, nach ihrem i-Phone 5 greifen und im Vorbeigehen einem gerade paratstehendem Elternteil einen 3 seitigen Wunschzettel in die Hand drücken, dessen Gesamtwert den eines Kleinwagens übersteigt. So what – nun bin ich wohl so geworden, wie ich früher nie sein wollte: alt & spießig, aber irgendwie finde ich mich so völlig ok!

We Steal Your Secrets & böse Mädchen

Ich habe ja vor einiger Zeit erwähnt, dass ich die Dokumentation „We steal your secrets“ sehen wollte- und das natürlich auch gemacht habe. Eine Schlagzeile hat mich heute morgen dann  neugierig gemacht: „Offenbar keine US-Anklage gegen Assange“ Komisch, oder nicht? Da buchten sie den Manning für 35 Jahre ein, weil er geheime Dokumente an Assange gegeben hat, die dieser auf seiner Plattform WikiLeaks auch veröffentlicht hat, aber ihm droht urplötzlich keine Anklage mehr?

Nur kurz etwas genauer: Assange hat es sich zur Aufgabe gemacht geheime Daten aus noch geheimeren Quellen der allgemeinen Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Nachdem er geheime Daten über die amerikanischen Luftangriffe auf Baghdad veröffentlichte, geriet Julian Assange in den Mittelpunkt der medialen Presse – und das ganz gewiß nicht nur im positiven Sinne. Einige Stimmen aus Politik und Medien forderten ganz öffentlich seine Hinrichtung nach einem Strafprozess, während einige Medienkommentatoren eine „gezielte Tötung“ ohne Prozess forderten. Auch ein Fox-Moderator sagte in der Sendung „Follow the Money“, die am 06.12.2010 ausgestrahlt wurde:

“A dead man can’t leak stuff. This guy’s a traitor, he’s treasonous, and he has broken every law of the United States.[…] And I’m not for the death penalty, so […] there’s only one way to do it: illegally shoot the son of a bitch.

Kann man so auf WIKI nachlesen – ich lass das auch einfach mal so stehen – spricht ja auch für sich.

Worauf ich aber hinauswill, kann man ja ganz kurz & knapp zusammenfassen: Die USA würden Assange am liebsten teeren & federn, und auf einmal soll ihm nicht mal mehr der Prozess gemacht werden? Wie kommt es zu dieser plötzlichen Sinnenwandlung?

Laut der Washington Post hat das Justizministerium jetzt nämlich ein Problem: Es kann nicht gegen Assange vorgehen, ohne auch US-Medien ins Visier zu nehmen. Geil oder geil?

Die Washington Post schreibt, das Justizministerium habe eine Anklage gegen Assange sehr konkret geprüft. Es habe aber ein „New York Times Problem“. Daran kann sich vielleicht der ein oder andere auch noch erinnern, seitdem Snowden mit seinen Akten um die Ecke gekommen ist, hat sich die Times mit dem Guardian zusammengetan, um die Akten gemeinsam zu sichten und auszuwerten, und entsprechende Artiekl zu veröffentlichen. Das fanden einige Stellen in den USA & England  auch nur mäßig erfreulich und so wurden auch kurzerhand mal ein paar Festplatten des Guardians durch Überwachung des britischen Geheimdienst GCHQ zerstört. Allerdings machen beide Zeitungen ja auch nichts anderes als WikiLeaks – das musste die USA jetzt wohl schmerzlich einsehen.

Assange soll trotzdem noch skeptisch sein, ob die USA wirklich von einer Anklage absieht – wenn man aber die gemachten Aussagen im Hinterkopf behält, finde ich das nicht verwunderlich. Auch der platte Vorwurf der Vergewaltigung kommt ja nicht von ungefähr und passt hier auch irgendwie ins Bild. Mal sehen, wie es mit ihm weitergeht. Die Dokumentation kann ich jedem, der sich für das Thema interessiert, nur wärmstens ans Herz legen. Der Dokumentarfilmer,  Alex Gibney, von dem die Doku stammt, hat übrigens auch die Doku „Enron – The Smartest Guys In The Room“ gedreht, die den Independent Spirit Award 2006 erhielt und ebenfalls im gleichen Jahr für einen Oskar nominiert wurde.

Wer auf nicht so auf böse Jungs, sondern eher auf böse Mädchen steht, der sollte sich unbedingt das Video vom Video on Demand Anbieter „Watchever“ ansehen. Ein verlassenes Haus im Hamburger Hafen, echte Pizzaboten und ein kreischendes Mädchen. Eine pure Schocksituation, die Watchever mit der Kampagne “Wir können auch böse” auf Youtube vorstellt. Ich fands total super. Den Film findet ihr auf YouTube unter dem Titel: Wenn böse Mädchen Pizza bestellen.

Peppa´s Hähnchen-Sahnegeschnetzeltes

 

Peppas Sahne-Hähnchengeschnetzeltes

Peppas Sahne-Hähnchengeschnetzeltes

Hier mal wieder etwas für eilige Feierabendköche. Ein sahniges Geschnetzelte das in 20 Minuten auf dem Tisch steht – das Rezept als pdf gibt es hier.

 

Für das Geschnetzelte

500g Hähnchenbrustfilet

1 Packung Sahnekäse

etwas Milch

1 kl. Tasse Weißwein

1 rote Paprika

Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Kräutersalz

1 EL Speisestärke

 

Für den Reis

1 Becher Basmatireis

½ Becher Erbsen (TK)

2 EL Sambal Olek

2 EL Thai – Chili Soße

 

Das Fleisch in kleine Stücke schneiden un mit Salz, Pfeffer und der Speisestärke vermischen. Öl in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch darin anbraten.

Das gesalzene Wasser für den Reis zum Kochen bringen und den Reis ca. 10 Minuten leicht köcheln lassen. Wenn das Fleisch von allen Seiten knusprig gebraten ist, die Paprika in die Pfanne geben und den Sahnekäse darin schmelzen lassen. Den Wein zugießen und etwas einköcheln lassen. Mit Kräutersalz abschmecken, eventuell etwas Milch zugeben.

Nach 10 Minuten die Erbsen mit in das Kochwasser zum Reis geben, 2 Minuten ziehen lassen und den Reis mit Erbsen in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Sambal Olek und Chilisoße in den Topf geben, den Reis ebenso hinzufügen und umrühren.

 

Reis und Fleisch zusammen anrichten, mit Salat und etwas Pflaumenmus servieren.

Von kleineren und größeren Verschwörungen

Wer meinen Post von Sonntag gelesen hat, wird vielleicht noch im Hinterkopf haben, dass ich meinen Schatz dazu „verdonnert“ habe, am Totensonntag unsere Weihnachtsbeleuchtung anzubringen. Das klingt jetzt vielleicht so, als wenn wir draussen im Vorgarten eine beleuchtete Krippe stehen hätten, ein Rentier mit rot leuchtender Nase auf dem Dach sitzen haben, dem eine Schaar von bunt-leuchtenden Lichterketten Gesellschaft leisten würden!? Weit gefehlt. Wenn ich Weihnachstbeleuchtung sage, dann rede ich von exakt 2 Lichterketten, die draussen vor der Haustür in unsere Buchsbäume getüdelt werden müssen. Nicht mehr – nicht weniger.

Am Sonntag nachmittag – so dachte ich zumindestens – wurde dieses Projekt von meiner besseren Hälfte abgeschlossen. Da ich, wie bereits erwähnt am Sonntag wegen diesem staatlich-geschützen Weihnachstmarktverderbertag gar nicht vor der Tür war, habe ich sein Werk auch nur durch das Fenster neben der Haustür begutachtet. Als ich aber nun am Montag morgen das Haus verließ, habe ich festgestellt, dass der Baum an der linken Seite weiße LED Birnen hat, der Baum an der rechten Seite aber mit einer bernsteinfarbenen LED Kette bestückt wurde.

Ich: Schatz? Kann es sein, dass die LED Ketten unterschiedlich sind bzw. in anderen Farben leuchten.

Er: Ähm ja – das habe ich auch gemerkt.

Ich: Wieso hast Du nicht die Ketten verwendet, die Du letztes Jahr benutzt hast?

Er: Da habe ich wohl eine falsche Kette gegriffen. (Angemerkt sei hier, dass er ein LED Leuchten & Ketten Fetischist ist. So wie sich einige Frauen Schuhe kaufen, kauft dieser Mann LED Ketten und Lampen, ganz nach dem Motto „Haben ist besser als brauchen“- dementsprechend groß, ist der Fundus, aus dem er wählen kann….)

Ich: Das sieht scheisse aus! (Ich habe einige Jahre gebraucht, um zu lernen das Männer nur mit klaren Aussagen arbeiten können. Hätte ich hier nur beiläufig bemerkt, dass die Lichter unterschiedlich sind, würde ich die nächsten 5 Wochen auf diese Lichter gucken – wohlmöglich würde er denken, dass ich das schön finde und es nächstes Jahr wieder so machen….)

Er: Ja – ich weiß. Mach ich heute abend vernünftig! (Puuh – Glück gehabt)

So weit – so gut! Als ich dann gestern abend in der Küche stand, machte er sich wieder an der Lichterkette zu schaffen und rief mich kurze Zeit später auch nach draussen, damit ich sein Werk begutachten konnte. (Ich habe schon im rausgehen bemerkt, dass das Licht jetzt zwar gleich ist, aber es trotzdem irgendwie komisch aussah…)

Er: (stolz) Jetzt haben beide Seiten die gleiche Lichtfarbe!

Ich: Ja – aber die Birnen sind ja total unterschiedlich!? Warum nimmst Du denn nicht einfach 2 identische?

Er: (völlig empört) Ich dachte ja, dass die beiden identisch sind.

Ich: Warum hast Du das denn nicht erst daneben gehalten, um zu gucken, ob es passt?

Er: Ach so!

Dann musste ich lachen und bin wieder ins Haus gegangen, während er noch eine Weile beleidigt draussen stand, um zu überlegen, in welche Bäume er ausserdem noch Lichterketten hängen könnte. Mir egal – wenn er möchte, kann er um jeden Baum und Strauch eine Lichterkette hängen, bleibt nur zu hoffen, dass er noch die 2 Ketten vom letzten Jahr findet, damit es wenigstens vor der Haustür einheitlich leuchtet…. Wie sagte es noch Gordon Dean?

Eine glückliche Ehe: eine Ehe, in der die Frau ein bisschen blind und der Mann ein bisschen taub ist.